Manche Bands wählen Namen, die klingen, als wären sie direkt einem erstklassigen Achtziger-Jahre-B-Actionfilm entsprungen – mit Helden wie Chuck Norris (RIP!), Jean-Claude Van Damme oder Dolph Lundgren. Genau in diese Kerbe schlagen auch TIMELESS RAGE aus Süddeutschland. Selbst ins Deutsche übersetzt würde „Zeitlose Wut“ als Filmtitel hervorragend funktionieren. Wer erinnert sich da nicht an „Blinde Wut“ mit Rutger Hauer? Aber genug der Abschweifung. Drei Jahre nach ihrem soliden Debüt „Untold“ melden sich die seit 2011 aktiven Melodic-/Symphonic-Metaller TIMELESS RAGE mit ihrem zweiten Album „My Kingdom Come“ zurück. Zwar ist der herausragende Sänger Frank Breuninger nicht mehr an Bord, da er sich auf seine ebenfalls starke Band DARK SKY konzentriert, doch mit Nicolaj Ruhnow (ehemals bei DOMAIN, TOKYO BLADE und NICK HELLFORT) hat man einen absolut gleichwertigen Ersatz gefunden. Seine Stimme wirkt, als sei er schon immer Teil der Band gewesen, und verleiht dem Album eine ganz eigene Note.Musikalisch erwartet den Hörer melodischer bis symphonischer Metal mit dezentem Keyboardeinsatz und einer teils dramatischen Atmosphäre, verpackt in eine angenehm organische Produktion fernab des oft kritisierten Plastiksounds der Szene. Zwar handelt es sich nicht um ein Jahrhundertwerk, doch „My Kingdom Come“ ist ein starkes Album, das sich wohltuend vom monatlichen Einheitsbrei abhebt. Auch das Konzept rund um Luzifer weiß zu überzeugen – insgesamt ein wichtiger Schritt nach vorne für die Band.
Timeless Rage – My Kingdom Come
Fazit
Starke zweite Scheibe die Bock auf mehr macht!