Gitarrist und Sänger Neal Black aus Frankreich ist in seiner Heimat in der Blues- und Rockszene sehr bekannt, anders als bei uns, wo er mit seiner Band The Healers eher den Blues-Kennern ein Begriff ist. Das ist aufgrund der gebotenen Qualität mehr als Schade und sollte sich hoffentlich mit seinem neuen Album „Number 3 Monkey“ ändern. Denn über reichlich internationale Erfahrung als Live-Gitarrist u.a. für Robben Ford oder Popa Chubby verfügt Neal Black ebenfalls. Schon der eröffnende Titeltrack macht deutlich wo denn der musikalische Hase hier langhoppelt (siehe Video). Mit einer Mischung aus Rock`n Roll und Blues beginnt die Scheibe sehr beschwingt, wobei schon mit dem zweiten Stück „Devil Got My Woman“, einem Robert Wilkins-Cover, traditioneller und mit einer Slide Guitar veredelter Blues den Weg in die verwöhnten Gehörgänge findet. Seine angenehme, leicht raue Stimme passt perfekt in dieses Soundgefüge, das gerne auch mal mit einem Honky Tonk-Piano („Choose Your Poison“) oder einer Blues-Harp wie etwa bei „That Money“ aufgewertet wird. Aufgenommen wurde „Number 3 Monkey“ als Quartett, wobei ein paar Gastmusiker zu diesem äußerst gelungenen Album beigetragen haben. Ungewöhnlich, dass die erste Ballade „Mellow Moon Melody“ zwar ein reines Instrumental ist, ich aber Gesang auch gar nicht vermisse. So kommen bei Neal Black all diejenigen auf ihre Kosten, die dem Blues mit vielen seiner Seitensprünge zugetan sind.
NEAL BLACK & THE HEALERS – NUMBER 3 MONKEY
Fazit
Langweilig ist dieses coole Blues-Rock-Werk zu keiner Sekunde und mir deshalb eine Empfehlung an alle Blues-Nerds wert!