Ziemlich genau ein Jahr ist es her, dass die Mannheimer THE BUTCHER SISTERS ihr „Weißes Album“ heraus gebracht haben. Was durchaus unterhaltsam ist, selbst noch heute, und das nicht nur bei mir. Nun kommt selbstverständlich „Das Schwarze Album“.
Wer jetzt hier den großen Turnaround erwartet kann das getrost vergessen. THE BUTCHER SISTERS machen genau da weiter wo sie mit ihrem Vorgänger aufgehört haben. Harte Techno Beats gepaart mit Metalcore und Texten, die zwischen grenzdebil und witzig-clever pendeln.
Die Opener „Piep Piep Piep“ und „Cityroller“ unterstreichen das überdeutlich. Beide können überzeugen und werden auch auf Konzerten gern gesehen Gäste sein. Mit „Scheiss Für Mich“ kommt dann aber tatsächlich Abwechslung ins Programm. Eine klassische Pop Punk Nummer wie sie ein gewisses Trio aus Berlin nicht besser hätte machen können.
„White Monster“ ist maximal Durchschnitt und klingt nicht wirklich spannend. Es folgt eine von drei Gäste Beiträgen, für das Lied „Detlef D Soost“ hat man sich CALLEJON ins Studio geholt. Dieser Track wirkt wahrscheinlich deshalb so gut, weil mit „Bierosaufus Ex“ wieder ein eher mittelmäßiges Stück folgt.
Next please! HÄMATOM assistieren bei „Ü30“, und auch hier fruchtet die Zusammenarbeit.
Und auch der dritte Gast sorgt für ein echtes Highlight auf „Das Schwarze Album“. „Wacken“ zusammen mit DORO wird wohl auf ewig von nun an beim norddeutsche Metal Festival gespielt. Dazwischen sorgen „Lachen“, „Herr Dokter“ und „Great Music Band“ für normale Unterhaltung.
Der Rausschmeißer „Klettergerüst“ ist etwas zweischneidig, denn zum einen versuchen sich THE BUTCHER SISTERS hier noch einmal in fremden Gefilden, andererseits würde ich dieses Experiment als „nicht gelungen“ bezeichnen.
Die Produktion ist und bleibt sehr massiv und basslastig, aber das passt natürlich zu diesem Sound.
Es bleibt spannend wo die Reise hingeht. Die Idee seine Songs mit Gästen aufzupeppen ist zwar nicht die Schlechteste, aber zum einen nutzt sich das auch schnell ab, und man hat ein Problem die Songs live darzubieten. Der Versuch neues Terrain zu betreten würde ich mal mit „so lala“ bewerten. Bis hierher funktioniert das Gebilde THE BUTCHER SISTERS auch mit dem neuen Album ganz gut.