Die Geschichte von LIONEART und mir ist das Gegenteil von „Rise & Fall“. Kurz nachdem ich die Band kennen- und schätzen gelernt hatte löste sich die Band schon wieder auf. Nur um dann nach einer Art Winterschlaf richtig vorne anzugreifen.
Kaum ein europäisches Sommerfestival ohne LIONHEART jedes Jahr, ständiges Touren und zackige Veröffentlichungen. Die Amerikaner haben sich ihren Platz in der Hardcore Spitze mittlerweile redlich verdient. Und das Ganze ohne sich zu verbiegen.
Denn die neuen Songs auf „Valley Of Death II“ knallen genauso gut wie auf den bisherigen Scheiben. Wer also bisher mit dem groove-geladenen, schleppenden Hardcore von LIONHEART nicht klar kam wird hier auch keine Freude haben. Allen anderen sei das neue Langeisen hiermit wärmstens empfohlen. Die Balance zwischen alles niederwalzenden Riffs und zackigen Temperhöhungen ist nicht ausgeglichen, die Waage schlägt hier eindeutig in Richtung „Lava“ aus. So richtig die Post geht nur bei „Ice Cold“ ab. Das hätte schon etwas mehr sein dürfen.
Denn bei aller Liebe zu dieser Mucke muss ich auch eingestehen, dass am Ende ein wenig die Abwechslungen in dem eh schon eng gesteckten Rahmen von LIONHEART fehlen. Hier muss beim nächsten Mal etwas mehr kommen!
Und wenn ich gerade schon am Meckern bin: eine Laufzeit von nicht mal 25 Minuten als volles Album rauszuhauen halte ich für diskutabel. Okay, es sind 10 Lieder, aber ich kenne EP’s die längere Laufzeiten haben.
Trotzdem, „Valley Of Death II“ bietet LIONHEART auf hohem Level, mit einem wuchtigen Sound der ordentlich den Staub aus den Boxen pustet.