Drei Jahre hat sich die deutsche All Star-Band UNIVERSUM25 Zeit gelassen, um den Nachfolger zum selbstbetitelten Debüt einzutüten. Die Besetzung ist gleich geblieben, das heißt dass die Musiker mit Sänger Michi Rhein (IN EXTREMO), den Gitarristen Pat Prziwara (FIDDLER`S GREEN) und Gunnar Schröder (DRITTE WAHL), Bassist Rupert Keplinger (EISBRECHER) sowie Drummer Alex Schwers (SLIME) erneut zusammen musizieren. Aber auch Produzent Jörg Umbreit (u.a. DIE TOTEN HOSEN) zeigt sich wie zuvor maßgeblich am Sound der Supergroup verantwortlich. Dieser ist gekennzeichnet von einer Mischung aus Industrial, Hardrock und Electronic, wobei die sozialkritischen, teilweise dystopischen Texte das i-Tüpfelchen darstellen. Bei diesem zweiten Album sind diese Texte sehr zeitgemäß und nehmen sich den Sorgen und Ängsten vieler Menschen an. So wie beim Opener „Wenn Roboter Träumen“ oder bei „Ich Denke Also Bin Ich“ die Gefahren von KI zum Thema gemacht werden oder beim intensiven „Die Einsamkeit“ (siehe Video) die Isolation von älteren Menschen, deren Partner vielleicht verstorben sind ins Gedächtnis der Hörer gerufen werden. Auch die Armutsschere wird bei „Gardinen Zu“ klar und deutlich thematisiert, was insgesamt gesehen die Musik dieser Band schon besonders macht. Vor drei Jahren dachte ich, dass es sich bei UNIVERSUM25 lediglich um ein Projekt handet, aber es kam ja dann tatsächlich zu einigen Live-Auftritten u.a. in Wacken und aktuell sind die Jungs schon wieder live unterwegs! Ok, gute Laune verbreitet diese Scheibe nicht gerade, aber trotzdem sind Themen wie der gläserne Mensch („Zu Deiner Eigenen Sicherheit“) oder die wahre Geschichte vom berühmten Milgram-Experiment 1961 bei „Ich Geb Dir Mehr“ sehr wichtig! Auch die musikalische Umsetzung bei UNIVERSUM25 finde ich absolut gelungen!
UNIVERSUM25 – DIE MASCHINEN WOLLEN LEBEN
Fazit
Höchst gelungene Fortsetzung einer impulsiven Mischung verschiedener deutschen Bands mit starkem (Text-) Konzept!