Unter den zahlreichen Allstar-Projekten von Frontiers Records wirken BLACK SWAN erstaunlich organisch. Alle Beteiligten stammen aus demselben Land, und betrachtet man Fotos sowie Videoclips, wird schnell klar, dass Robin McAuley (MSG), Reb Beach (WINGER, WHITESNAKE), Jeff Pilson (FOREIGNER, THE END MACHINE, Ex-DOKKEN) und Matt Starr (ACE FREHLEY, MR. BIG) sich nicht nur digitale Dateien zuschicken, sondern tatsächlich regelmäßig persönlich zusammenkommen. Bereits die ersten beiden Studioalben wussten zu überzeugen, und auch das dritte Werk „Paralyzed“ steht diesen in nichts nach – auch wenn das Schwanen-Artwork diesmal etwas unspektakulär und sehr einfarbig geraten ist. Musikalisch liefern die hochkarätigen Musiker und Songwriter gediegenen, klassischen Hard Rock. Robin McAuley, inzwischen deutlich über 70, singt dabei mit einer Frische und Kraft, als lägen einige Jahrzehnte weniger auf seinen Schultern.
Stilistisch bleiben BLACK SWAN ihrer Linie treu und knüpfen nahtlos an „Shake The World“ (2020) und „Generation Mind“ (2022) an. Druckvoller Hard Rock, starker Gesang, überzeugendes Songwriting und eine angenehm zeitlose Produktion prägen auch „Paralyzed“. Zudem spürt man in jedem Ton die Leidenschaft für diese Art von Musik. Für Abwechslung ist ebenfalls gesorgt: schnelle Nummern wechseln sich mit Midtempo-Stücken und gefühlvolleren Balladen ab. Die Trefferquote ist entsprechend beeindruckend hoch – und das ist ausdrücklich positiv gemeint. Eigentlich müssten BLACK SWAN mit diesem Material weltweit Bühnen und Festivals erobern. Doch angesichts der zahlreichen Verpflichtungen der beteiligten Musiker dürfte das Wunschdenken bleiben. Neben den REVOLUTION SAINTS sind BLACK SWAN für mich damit das stärkste Allstar-Projekt aus dem Hause des italienischen Labels!