Manchmal, wenn man glaubt es bestünde wenig Hoffnung für die Zukunft, dann kommt auch schon einmal ein junge Kapelle um die Ecke und lässt das, was bisweilen nur noch krampfig zu sein dünkt, schrecklich einfach erscheinen. Das ist zum Beispiel beim Londoner Melodic Hardcore Quartett DEATH OF YOUTH der Fall.
Mit „Nothing Is The Same Anymore“ legen die Herren ihr Langspieldebüt vor. Knappe 25 Minuten juveniler Musik, angesiedelt in der Nähe von LA DISPUTE oder DEPARTURES, wobei ich mich auch durchaus an die heimischen Helden von FJØRT erinnert fühlte. Die Grundhaltung auf der Platte strahlt dabei eine gewisse Grundverzweiflung aus, was ja auch nicht gänzlich genreunüblich ist. Trotzdem gelingt es DEATH OF YOUTH aber auch durchaus flottere Uptempo-Nummern wie „The Inverse Of Patriotism“ unter die Leute zu keulen. Signature-Charakater haben aber eher Nummern wie „Performance Art“ (grandioser Text übrigens!), oder der Opener „Desensitised“, die sich leicht sperrig, verbunden mit dezenten Postcore-Anteilen durch die Gehörgänge walzen. Und trotzdem bleibt beim Hören diese merkwürdige Form der Euphorie, die schon im Cover von „Nothing Is The Same Anymore“ ganz gut eingefangen wird, obwohl man sich da ja auch nicht sicher sein kann, ob ein Mensch ins Unglück oder in eine strahlende Zukunft gesogen wird. Bei DEATH OF YOUTH hingegen herrscht hier aber Klarheit: Alles wird gut werden.