Die französische Prog-Band HAMASAARI hat sich knappe drei Jahre Zeit gelassen, um ihr zweites Album einzuspielen. Das Debüt „Ineffable“ (siehe auch Review bei uns) hat mir seinerzeit schon recht gut gefallen, weshalb ich mich auf den Nachfolger auch gefreut habe. Stilistisch ist sich das Quartett treu geblieben, was heißt dass oft melancholische, ruhigere Klänge sich mit härteren Passagen abwechseln. Das hat alles Hand und Fuß und wer gerne melodisch orientierte Prog-Musik mag, wird sich an dieser Band und ihren Songs erfreuen. Auf überlange Stücke wird weitgehend verzichtet, die sieben neuen Lieder pendeln sich zwischen fünf und guten sechs Minuten Laufzeit ein. Die Platte verbreitet eine höchst angenehme (Grund-) Stimmung, in die sich der Prog-affine Hörer gerne fallen lassen wird. Auf allzu frickeliges bzw. kompliziertes Genudel wird verzichtet, was meinem persönlichen Hörgeschmack entgegen kommt. Allerdings läuft der Konsument auch zu keinem Zeitpunkt Gefahr einzuschlafen, wofür die teils deftigen Gitarren-Parts wie etwa beim griffigen „Our Heads Spinning“ sorgen. Die angenehme, weiche Stimme von Frontmann Jordan Jupin muss sich zwar manchmal gegen diese Gitarren-Gewitter erwehren, aber das kriegt er durch zeitweisen Einsatz seiner Kopfstimme sowie den unterstützenden Chören gut hin.
HAMASAARI – PICTURES
Fazit
Da hat die Gruppe die Hausaufgaben nach dem Debüt mehr als ordentlich erledigt, denn HAMASAARI klingen auf „Pictures“ eigenständiger! Ein gutes, empfehlenswertes Prog-Album!