Sieben Jahre nach dem Vorgänger „Dust To Gold“ meldet sich die schwedische Heavy-Metal-Institution BULLET jetzt mit ihrem 7. Album „Kickstarter“ via Steamhammer zurück und setzt das erste fette Ausrufezeichen im neuen Musikjahr. Die ungewöhnliche lange Wartezeit auf dieses Album ist sehr wahrscheinlich (wenig überraschend) auf die Pandemie und deren Auswirkungen, einen defekten Tourbus und einen Besatzungswechsel an der Gitarre, Alexander Lybro wurde durch Freddie Johansson ersetzt, zu schieben.
Wer BULLET kennt (und liebt) wird auch 2026 ernsthaft keinen Stilwechsel oder gar Ausflüge in progressive Gefilde oder Experimente erwarten. Bitte Einsteigen zu einem musikalischen Ausflug im Fahrwasser von AC/DC trifft ACCEPT trifft JUDAS PRIEST, das aber ebenso wieder einmal so dermaßen kompromisslos, energiegeladen, spielerisch charmant, voller ungezügelter Spielfreude und auf den Punkt gebracht ist, dass man nach nur wenigen Augenblicken wieder voll drin ist und sich ein Dauergrinsen, gepaart mit Nackenschmerzen und Krampf im Fuß vom ständigen rhythmischen Mitwippen einstellt. Es ist schwierig einen der 11 Songs, auf denen die 80er Fahne permanent hochgehalten wird und kein Stück im Vergleich zu den anderen abstinkt, hervorzuheben, aber Neueinsteigern würde ich das unter diesem Review zu findende Video und die Erstauskopplung „Chained By Metal“ empfehlen. Wer bei dem Eröffnungsschrei von auf einem Motorrad thronenden Dag „Hell“ Hofer nicht augenblicklich gute Laune bekommt, dem ist nicht mehr zu helfen bzw. der hat diese Zeilen eh nicht bis hier hin gelesen.
„Kickstarter“ ist eines der stärksten Outputs in der fast 25jährigen Historie von BULLET und wird definitiv noch einige Runden auf dem Plattenteller drehen.
Hoffentlich hält der Bus durch und BULLET beehren auch mal wieder deutsche Bühnen… es lohnt sich!