MEGADETH – Megadeth

Artist

Megadeth

Albumtitel

Megadeth

Genre

Heavy Metal / Thrash Metal

Jetzt ist der Moment gekommen: MEGADETH-Mastermind Dave Mustaine verabschiedet sich in den Ruhestand. Zum Abschied erscheint das selbstbetitelte Album „Megadeth“, dessen Cover mit einer sehr klassischen Darstellung des Bandmaskottchens Vic Rattlehead daherkommt – etwas, das mir ausgesprochen gut gefällt. Meine Begeisterung für die US-Truppe ist in den letzten zwanzig Jahren allerdings deutlich abgekühlt. In den Neunzigern war ich noch voller Enthusiasmus, doch halbherzige Anpassungen an den damaligen Zeitgeist wie „Risk“ (1999) oder auch das vergleichsweise neue, recht brave und langweilige „Supercollider“ (2013) haben mich schwer enttäuscht. Zwar gab es dazwischen immer wieder Alben und Tracks die durchaus in Ordnung waren, im Gedächtnis blieben mir MEGADETG aber eher wegen zahlreicher Besetzungswechsel, die mir ebenfalls nicht sonderlich zusagten. Gerade der Rauswurf von Bassist David Ellefson vor einigen Jahren war mir ein Dorn im Auge!

Umso erfreulicher, dass das angeblich letzte Album knackig, rotzig und beinahe hungrig klingt. So möchte ich die Band gerne in Erinnerung behalten. Mustaine war nie und wird wohl auch nie ein großer Sänger sein, doch seine raue, rotzige Stimme passt hervorragend zu Texten nach dem Motto „I don’t care“. Auch wenn der Thrash  Metal hier sehr melodisch und keineswegs wirklich ruppig ausfällt, bieten die zehn Songs mit Laufzeiten zwischen drei und fünf Minuten einige echte Highlights. Man hat das Gefühl, dass die Musiker zum Abschied noch einmal allen beweisen wollen, was sie können. Eine echte Überraschung ist für mich der Midtempo-Rocker „Hey God“, der mit einer Leichtigkeit daherkommt, die ich so von MEGADETG kaum kenne. Das ebenfalls sehr rockige „Another Bad Day“ fungiert dann fast schon als Ballade der Band. Natürlich erwarte ich von MEGADETH nicht die rohe Brutalität eines Thrash-Gewitters wie bei SLAYER oder TESTAMENT, dennoch ist mir das Album stellenweise etwas zu rockig geraten. Dafür wird man aber mit dem cool betitelten „Let There Be Shred“ entschädigt.

Unterm Strich ist „Megadeth“ ein gutklassiges, solides und würdiges Abschlussalbum der Karriere – kein überragender Meilenstein, aber eine gute Scheibe zum Abschied. Der Bonustrack „Ride The Lightning“ liegt mir nicht vor, ist aber wieder ein Hinweis auf METALLICA. Musste nicht sein, kann der Mitsongwriter des Liedes natürlich machen!

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Infos

Release

23.01.2026

Laufzeit

45:00 Minuten

Label

BLKIIBLK/OPEN

Fazit
Gutes Abschiedsalbum des roten Daves und seiner Gang, was viele aktuelle und auch ehemalige Fans zufriedenstellen könnte!
11
von 15
Gut
"Ein Gitarrenriff sollte nie länger sein, als es dauert, eine Bierflasche zu köpfen.“ Lemmy Kilmister (Motörhead)
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