Chile hat in den letzten Jahren so einige Heavy Metal- Bands an die Oberfläche gespült. ARMOURED KNIGHT wurden bereits 2009 gegründet, doch nach einem Demo und drei EPs ist die Suche nach der heiligen Melodie tatsächlich das erste vollständige Album.
Beim Abspielen der Platte machen sich jedoch zwei Dinge negativ bemerkbar. Da ist zum einen der Gesang von José Tapia, der sehr ausdrucksschwach rüberkommt und der recht identitätslos wirkt. Ohne Textblatt versteht man kein Wort. Das gilt leider auch für das Songwriting, das einfach zu durchschnittlich klingt. Da ist nichts, was man von anderen Bands nicht schon tausendfach gehört hat.
Dazu kommt die schwache Produktion, die viel zu wenig Dynamik aufweist. Klassischer Speed Metal lebt von einem guten Sound, ausdrucksstarkem Gesang und einem cleveren Songwriting. Nichts davon findet sich auf diesem Album. In der Info des Plattenlabels werden Vergleiche zu frühen BLIND GUARDIAN heraufbeschwört. Doch die Krefelder waren schon auf dem ersten Album weiter als die Chilenen 16 Jahre nach Bandgründung.
Die Platte ist keinesfalls schlecht – wenn man auf Speed Metal im Retro- bzw. Demosound steht. Einige Songs wie “Age Of Speeches”, “Run From Here” oder das toll arrangierte Instrumental “Oath Of The Sacred Melody” erheben sich durchaus vom Durchschnitt des restlichen Songmaterials. Aber bei der Masse an Veröffentlichungen, die uns monatlich nahezu überrollen, ist das einfach zu wenig.