Was ist das denn für ein genialer Name für eine Band? DEAD BEES IN BOURBON ist ein deutsches Quartett, das nach einer EP nun mit einer langen und elf Songs starken Platte debütiert. Der Stil soll sich dabei irgendwo zwischen Post Punk, Indie-Rock und Synthie-Pop bewegen, was mich neugierig gemacht hat. Yen Anetzberger ist für den Gesang zuständig und Bassist Ingo Hannen steuert auch die Keyboards bei, die einen großen Anteil im Soundgefüge haben. Yen`s Stimme, ich sollte vielleicht sagen, dass es sich hier um eine Frau handelt, ist weich und klingt sehr angenehm. Nein, dieser Stil verlangt keine aggressiven Vocals, eher eine weiche, begleitende „Erzählerin“. Den Liedern wohnt etwas Geheimnisvolles inne und sie verströmen eine leicht düstere Atmosphäre, ich könnte es auch gespenstisch nennen. Aber zum Gruseln ist das bei Weitem nicht, denn der Hörer kann sich wie in eine warme, weiche Decke darin fallen lassen. Die Gitarren bilden das Riff-Gerüst, das jedoch meist von fetten Synhtie-Teppichen abgelöst wird. Die Melodien sind ganz okay, wobei sich auch kein Ohrenkraller auf einem Album befindet, das von Melancholie und dieser besonderen Atmosphäre lebt. Man sollte allerdings auch ein Faible für leicht progressive Klänge haben, denn Easy Listening geht anders. Die Platte wird trotzdem, oder gerade deswegen öfter in meinem Player landen, denn es handelt sich hier um ein im besten Sinne sehr interessantes Album, bei dem sich die Band nicht um gewöhnliche Hörgewohnheiten des Publikums schert!
DEAD BEES IN BOURBON – CRYSTALS
Fazit
Ein mutiges, vielseitiges, außergewöhnliches und atmosphärisches Album einer sehr interessanten Band aus Deutschland! Der Start ist jedenfalls geglückt!