Es gibt ja noch nicht genug Death Metal Bands oder Alben auf der Welt. Und die Verbindung einer Death Metal Band mit Horror Filmen ist auch ganz was Neues, oder?
Nein, ist es nicht.
Von daher frage ich mich ein wenig woher die Motivation kommt für dieses „All Star Projekt“, denn SEASON OF THE DEAD ist keine Band im weitesten Sinn. Die Mitglieder sind John McEntee (Gesang) und Chuck Sherwood (Bass), beide von INCANTATION. Fiore Stravino (Gesang) von FULCI, Giacomo Anselmi (Gitarre) von GOBLIN LEGACY sowie Titta Tani am Schlagzeug, der auch schon bei GOBLIN und NECROPHAGIA die Kessel gerührt hat. Wie Dave Neabore (Bass) von DOG EAT DOG da rein passt habe ich noch so ganz verstanden.
Überwacht und federführend für das ganze Projekt ist Enrico Giannoe, Gründer und Chef von Time To Kill Records.
Es stehen natürlich auch keine modernen Horrorfilme Pate, sondern Klassiker wie „Day Of The Dead“, „Cannibal Holocaust“, „Killjoy“ oder auch „The Beyond“. Ich meine, spätestens hier hätte doch einer mal den Arm heben sollen und sagen: „ey, das gibt es doch schon alles. Wenn wir das WIRKLICH machen wollen, müssen wir aber richtig einen raushauen!“. Hat aber anscheinend keiner.
Denn das Problem an „Zombie Chronicles Vol. 1“ ist, dass die sieben Songs komplett seelenlos und schwach sind. Obendrauf noch eine schwache Produktion und fertig ist eine vier Punkte Scheibe. Wirklich nichts klingt an dieser Scheibe frisch oder innovativ. Ein paar Riffs sind ordentlich, aber ich kenne Amateur Kapellen die sich nicht gewagt hätten diese im Studio dann auch genauso einzuspielen.
Auch die gelegentlichen Einspieler aus den o.g. Filmen können nicht darüber hinweg täuschen, dass hier wirklich die komplette Ideenarmut vertont wurde.