Die 2019er Debüt EP „Ruins Of Gold“ der Deutschen Ruhrpott-Metaller HARKON hat mir eines bewiesen: es gibt noch Überraschungen! Coverkünstler und Death / Thrash Metal Sänger Björn Gooses (THE VERY END, EX- NIGHT IN GALES) überzeugt auch auf dem Debütalbum „Love And Vore“ durch eine interessante Stimme fernab von derben Growls oder Thrash Shouts. Das Material ist keine leichte Kost., aber eingängig und vor allen Dingen eigenständig genug um bei mir einige Runden schon gedreht zu haben. Im Grunde ist es Metal, ohne Klischees, ohne irgendeine Trendanbiederung, ohne jegliche Spielereien wie Keyboards, Chöre, Orchestersounds oder sonst etwas. Ich kann wirklich keine Schublade finden in welch HARKON zu 100 % reinpasst und das ist auch gut so. Der Sound von Cornelius Rambadt (Mix) und Dennis Köhne (Mastering) klingt echt und handgemacht, das Artwork stammt vom Sänger und ist genauso individuell wie die Musik. Die Geschwindigkeit ist meist Midtempo, bis leichtes Uptempo und mit drei bis vier Minuten Spielzeit sind die Lieder recht kompakt. Die Texte sind auch nicht von der Stange, sondern melancholisch bis dunkel, aber ohne all diese typischen Metalklischees. Also weder „Glory“, Schlachten, Serienmörder oder Suizid. Das Gesamtpaket ist wirklich stimmig und dürfte Musikfans anlocken wie mich die es satt sind immer die gleiche Scheibe / Sound / Stil mit anderem Cover vorgesetzt zu bekommen!
HARKON – Love And Vore
Fazit
Starke Scheibe jenseits aller Metalschubladen!