Die US-amerikanische Metal-Band BETWEEN THE BURIED AND ME (kurz BTBAM) spielt ja einen sehr interessanten Mix aus Prog, Metal- und Mathcore! Klar, dieser Stil ist nichts für den Zwischendurch-Genuss oder entspannte Minuten auf der Couch, um sich vom Alltagsstress zu erholen. Aber wer sich intensiver mit der Musik des Quartetts aus North Carolina beschäftigt und diesen vordergründig wüsten Mix zulässt, wird reich belohnt.„The Blue Nowhere“ ist das bereits elfte Album um die beiden Gründungsmitglieder und Masterminds Tommy Rogers (Vocals/Keyboards) und Gitarrist Paul Waggoner.
Viele Breaks sowie die sich ständig und akut wechselnde Gesangs-Stile zwischen weich und aggressiv inklusive Growls sind einerseits gewöhnungsbedürftig, andererseits aber auch das berühmte Salz in der Suppe! So wechseln sich auch die Stimmungen innerhalb der meist überlangen Stücke ab, was schon der Opener „Things We Tell Ourselves In The Dark“ beweist. Auch die Synthie-Effekte verstehen sich bestens mit den Gitarren-Riffs und dieser oft etwas unheimlichen Stimmung, die ein Song wie „God Terror“ ausstrahlt. Okay, bei diesen Texten ist das auch kein Wunder. Für mich ist es dann auch genau dieser Abwechslungsreichtum an Stimmungen, die dieses Album ausmacht. Wenn ich dann z.B. ein Stück wie den Titelsong höre, der (fast) schon poppig und eingängig im Radio laufen könnte, bekämen Albumkäufer einen völlig falschen Eindruck von dieser Band, die grundsätzlich doch schon arg aggressiv zu Werke geht. Ja und dann werden wieder melodische und überaus gefühlvolle Parts in die harten Rhythmen integriert, wie etwa beim großartigen „Absent Thereafter“. Diese Gruppe hat absolut keine Scheu vor Experimenten oder Vermischungen von Genres, die eigentlich nicht miteinander funktionieren dürften! Denn es sind auch jazzige, bluesige und/oder Elemente aus dem Swing, Death Metal oder Blues vorhanden. So klingt das Ganze, als träfen sich METALLICA, PINK FLOYD, RED HOT CHILI PEEPERS, TOOL und/oder KATATONIA zum Kaffeeklatsch.