Das Cover: eine Hommage an die 80er und 90er Jahre („Mental Funeral“ von AUTOPSY, „Macho Man“ Randy Savage, Out Run….).
Der Bandname: eine Mischung aus Rauchgerät und „Terminator“.
Der Sound: eine Mischung aus Death Metal und Synthwave.
Das Konzept: ein paar Stoner Kids nehmen es mit blutrünstigen Aliens auf um dann einen intergalaktischen Roadtrip zu machen.
Count me in!
Allerdings werden mit diesen Vorraussetzungen auch die Erwartungen ziemlich weit nach oben geschraubt, und so erfolgt die Ernüchterung ziemlich schnell. Denn bei all diesen Geschichten haben die Musiker von BONGINATOR irgendwie vergessen ihrer Musik die nötige Aufmerksamkeit zu schenken. Der gezockte Death Metal ist leider im besten Fall mittelmäßig, da nutzen auch die eingestreuten Samples oder Synthwave Einlagen nichts. Kein Song auf „Retrodeath“ bleibt umgehend im Ohr hängen, kein Riff gräbt sich sofort in die Gehörgänge und alles wirkt einfach durchschnittlich.
Zugegeben, das Konzept (siehe oben) ist klasse, und wer in den 80er aufgewachsen ist wird sehr viel wieder erkennen. Das allein reicht aber heutzutage einfach nicht mehr aus um sich wirklich spürbar in der Metal Gemeinde einen Namen zu verschaffen.
Dass die ganze Nummer nicht so hundertprozentig ernst gemeint ist liegt auf der Hand und schimmert auch immer wieder durch. Durch den Erfolg von Bands wie PERTURBATOR oder auch CARPENTER BRUT ist der Weg geebnet für Bands wie BONGINATOR, denn die erstgenannten Truppen spielen in schöner Regelmäßigkeit auf Metal Festivals vor gut gefüllten Bühnen. Aber dafür muss die Mucke auch einfach passen, und bei „Retrodeath“ habe ich nicht das Gefühl dass das Augenmerk hier auf den Songs lag. Kann natürlich alles noch werden, spannend finde ich die Mischung allemal. Aber momentan reicht es bei BONGINATOR noch nicht zu Höherem.