Auch wenn ich das Motiv des Artworks des neuen SOLE SYNDICATE gut finde, dachte ich schon bei flüchtigen Betrachten – schon wieder KI! Naja, wenigstens ist die Musik auf dem neuen Album „The Reckoning“ über jeden Zweifel erhaben und hat mich direkt gepackt. Melodic Metal mit Melancholie trifft auf etwas Prog, manchmal muss ich an EVERGREY denken, doch die Landsmänner von SOLE SYNDICATE sind auch keine Anfänger, das Eisen hier ist schon das vierte Album und die Erfahrung höre ich auch. Toll, was die vier Musiker auch für einen dichten Sound hinbekommen, da haben manche Acts zwei bis drei Musiker mehr an Bord. Sänger und Gitarrist Jonas Månsson besticht durch eine melancholisch-warme Stimme, die den Liedern voll seinen Stempel aufdrückt. Die träumerischen Keys von Katja Rasila ergänzen sich gut mit den Gitarren, ab und an singt sie auch und das mit guter und interessanter Stimme. Da würden andere eine Gastsängerin für brauchen. Das Ganze ist richtig rund geworden, bleibt im Ohr und ist meist im Midtempo angesiedelt. Ab und an hätte ich mir schon einen flotten Track gewünscht, aber das ist schon in Ordnung so. Die abschließende Pianoballade „Miracle“ zeigt dann, dass die Band ein tolles Gespür für Bombast und Melancholie hat. Ein Kinderchor lässt die Scheibe dann mit Gänsehaut ausklingen. Die Schweden sollte man im Auge behalten!
SOLE SYNDICATE – The Reckoning
Fazit
Tolle Scheibe einer leider zu Unrecht unbekannten Band, die mit neuem Label hoffentlich etwas bekannter wird! Für mich einer der Scheiben des Jahres, seltsam dass so viele gute Alben so spät im Jahre 2025 kommen.