INFINITE HORIZON – METANOIA

Artist

Infinite Horizon

Albumtitel

Metanoia

Genre

Power Metal

Es ist erstaunlich, wieviele sogenannte Amateurbands unglaublich hochwertige Produkte, sprich CDs oder Schallplatten in Eigenregie rausbringen, d.h. ohne große oder auch kleinere Labels im Rücken. Erst kürzlich hatte ich die DIZZY DUDES aus Gütersloh auf den Ohren, wobei mich jetzt mit „Metanoia“ das neue Album der Metal-Band INFINITE HORIZON aus dem Siegerland erreicht. Das Sextett ist schon über 28 Jahre vornehmlich im Underground unterwegs, haben sich aber bewusst für diesen Weg entschieden und haben in ihrer Historie stattliche sechs Alben und eine EP veröffentlicht. Umso höher ist es zu bewerten, dass die optische Aufmachung der neuen CD als Digipack, dem schönen Kompass-Label auf der Scheibe selbst, dem tollen Cover-Artwork sowie dem Booklet mit allen Texten absolut professionelle Eindrücke hinterlassen. Das gilt auch für Produktion selbst, denn der Sound knallt „amtlich“ aus den Lautsprechern.

Aber das wären letztlich alles nur Muster ohne Wert, wenn die Musik grottig wäre, oder? Aber davon sind INFINITE HORIZON doch ein Stück weit entfernt, wenn auch nicht alles Gold ist, was mir da entgegenschallt. Die Band ist sich musikalisch über die Jahre sich treu geblieben, es gibt Melodic Metal mit Keyboards und einem ordentlichen Prog-Einschlag, die Grundstimmung ist eher melancholisch als Happy Metal wie bei ähnlich gelagerten Acts! Was mich etwas stört ist die Tatsache, dass viele der Songs zu sehr in die Länge gezogen werden und sich deshalb in Sachen Stimmungen und/oder der Eingängigkeit „verirren“. So laufen etwa „Consequences“ und „The Pendulum“ über acht Minuten, während das abschließende „Mountain Tops“ mit fast zwölf Minuten meine Nerven durch allzu viele Frickeleien arg strapaziert. Auch die Stimme von Frontmann Marc klingt in den tiefen und mittleren Lagen echt stark, hat aber in höheren Sphären ebenfalls einen (mich) nervenden Faktor. Mir fiel es schwer, die Platte am Stück durchzuhören, ich brauchte mehrere Etappen. Aber die vielen SAVATAGE-Hinweise wie etwa beim Opener „Though The Storm“ gefallen mir wiederum gut und machen Laune.

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Infos

Release

26.09.2025

Laufzeit

59:44 Minuten

Label

Eigenproduktion

Fazit
Licht und Schatten wechseln sich bei dieser wertigen Eigenproduktion ab und sorgen so insgesamt für eine soliden Power Metal-Scheibe, die Genre-Jünger antesten sollten. „Manchmal ist weniger (Prog) mehr“ bin ich geneigt den Jungs zuzurufen.
9
von 15
Solide
Die Melodie muss stimmen!
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