In einer Welt der musikalischen Gleichschaltung freue ich mich immer, wenn Alben einzigartig und nicht austauschbar klingen. Fünf lange Jahre hat es gedauert, jetzt sind die Italiener mit dem Bandwurmbandnamen CRISTIANO FILIPPINI´S FLAMES OF HEAVEN zum Glück wieder da! „Symphony Of The Universe“ heißt die 2. Scheibe mit schickem Stan Decker Artwork und ist wie das Debüt „The Force Within“ voller Ohrwürmer und toller Refrains. CRISTIANO FILIPPINI´S FLAMES OF HEAVEN verbinden Melodic Metal, AOR, Hard Rock und jede Menge Symphonic Metal Vibes zu einer interessanten Mischung und haben mit dem vielbeschäftigten Sänger und Gitarristen Marko Pastorino (unter anderem aktiv bei TEMPERANCE, FALLEN SANCTUARY und SERENITY einen Ausnahmevokalisten am Start, der hier „nur“ singt und der den an sich schon sehr guten Songs das gewisse Etwas verleiht. Das Ganze ist sehr hymnisch, mit Keyboards, sicherlich auch einer Prise Kitsch und viel Herzblut. Das Material hat auch eine durchwegs flotte Geschwindigkeit und einen gewissen Drive, so dass ich immer froh bin die Scheibe am Stück zu hören. CRISTIANO FILIPPINI´S FLAMES OF HEAVEN haben auch einen relativen Drang zu überlangen Tracks die gerne mal sieben bis neun Minuten andauern was im krassen Gegensatz zu kurzen Nummern wie dem sehr eindringlichen, sakralen „Midnight Riders“ steht. Aber auch „When Love Burns“ ist eine tolle Single und ein richtiger Ohrwurm. Das Niveau hat nahezu die gesamte Scheibe mit immerhin 70 Minuten Laufzeit.
Allgemein haben die Italiener auch einen kleinen Epic Metal Touch der hier sehr gut hinein passt. Die Gitarrenarbeit ist absolut songdienlich und stellt nie das Können der Gitarristen zu schau, das sollte sich mal YNGWIE MALMSTEEN merken! Mit dem Debüt „The Force Within“ zusammen, was ich damals sicherlich einen Punkt zu wenig gegeben habe ist „Symphony Of The Universe“ eines der besten Werke das auf dem Hamburger Label Limb Music in den letzten 20 Jahren veröffentlicht wurde!