RAGE sind einfach top! Die Band um Frontmann Peter „Peavy“ Wagner kommt regelmäßig seit dem Debüt vor 40 Jahren als AVENGER mit guten bis erstklassigen Alben daher und hat einen unglaublich großen und qualitativen Backkatalog. Ein gutes Jahr nach dem Doppelalbum „Afterlifelines“ gibt es schon neuen Stoff von dem sehr produktiven Trio. Das muss an der sehr fruchtbaren Konstellation mit dem Gitarristen Jean Bormann liegen, der als Youngster der Band meiner Meinung nach viele neue Sounds und Einflüsse in Sachen Gitarre einbrachte, die aber gut zur Band passen. So klingen RAGE 2025 hart, melodisch und thrashig zugleich. Dazu die unverkennbare Röhre von Peavy Wagner und das markante Schlagzeugspiel von Lucky, fertig ist eine hoffentlich lange andauernde Erfolgsformel
Bei „A New World Rising“ gibt es keine Klassiksounds in Sachen LINGUA MORITS ORCHESTER, das muss auch nicht immer sein. Ich glaube es ist auch das erste Album der Herner Musiker, bei dem das kurze Intro-Instrumental (!) den Titel des Albums darstellt. Ansonsten klingen RAGE auf ihrem 27. (!) Studioalbum (gezählt ohne Projekte, Livescheiben oder EPs) immer noch frisch, knackig und hungrig. Die Lieder sind auf den Punkt genau, es gibt kein Stück über fünf Minuten und jede Menge livetaugliche Songs, die jederzeit Spaß machen und nach vorne gehen. Das Ganze ohne Ausfälle! An Bord sind auch melodische Refrains wie bei „Innovation“ die das Thrash Metal Element etwas besänftigen. Die einzige ruhige Stelle des Albums ist die flotte Halbballade „Fire In Your Eyes“.
Am Ende gibt es mit „Straight To Hell 25“ auf Wunsch von Michael „Bully“ Herbig eine neue Version zum Kinofilm „Das Kanu des Manitou“. Vielleicht können RAGE wieder von dem sicherlich erfolgreichen Streifen etwas Popularität mitnehmen, das schadet auch einer etablierten Band auf keinen Fall!