Sechs Jahre nach dem letzten Studiowerk „Babylon“ und drei Jahre nach der quasi Best Of „gestrichen“ sind die Osnabrücker Mittelalter-Metaller mit dem sicher nicht immer fehlerfrei (von anderen) geschriebenen Namen RELIQUIAE zurück mit dem Album „Paranoia“. Mit etatmäßigem Keyboarder, einer Violinistin und einem Dudelsackspieler sind die Musiker plus diverse andere Instrumente wie Drehleier oder Schalmei quasi die Blaupause des Mittelalter-Rock und Metals. Dazu passen auch die teils etwas geheimnisvollen, deutschen Texte, gut intoniert von Frontmann Bastus. Der Sängerhebt sich für meine Ohren wohltuend von den ganzen „Grölrockern“ der Szene ab. Auch gibt es das Album mit dem düsteren als Digibook oder limitierte Fanbox. Das musikalische und optische Gesamtbild ist also gut, am Ende muss ich jedoch gestehen, dass die Lieder teils wie schon mal gehört klingen bei manchen Passagen, da RELIQUIAE bei großen Acts der Szene doch viel Inspiration geholt haben, aber am Ende dann ein Quäntchen zu wenig Wiedererkennungswert haben um ganz oben mitzuspielen. Trotzdem ist „Paranoia“ eine gute Genrescheibe die im Ganzen aber mehr Ecken und Kanten, sowie die oft beschworenen eigene Note gebrauchen könnte! gerade Vielhörer der Szene die sich an Alben von IN EXTREMO, SUBWAY TO SALLY, SALTATIO MORTIS und Konsorten satt gehört haben werden hier sicherlich Spaß haben.
RELIQUIAE – Paranoia
Fazit
Gutklassige deutsche Mittelalter- Metal Scheibe der nur etwas mehr eigene Identität gut stehen würde! Wen das nicht stört hat hier richtig Spaß.