NITRATE – Feel The Heat

Artist

Nitrate

Albumtitel

Feel The Heat

Genre

Glam Rock

Als Nitrate werden sowohl die Salze als auch die Ester der Salpetersäure (HNO3) bezeichnet. Einige der Salze werden mit dem historischen Trivialnamen Salpeter bezeichnet!

Aus den unendlich scheinenden Beständen von Frontiers Records kommen auch NITRATE als Band! Jene hätte ich vom Sound nach Schweden verortete weil sie einfach zeitlosen, rockigen gute Laune AOR mit Biss wie H.E.A.T , RIAN und diverse solche Acts spielen! Doch NITRATE sind Briten die seit dem letzten Album Alexander Strandell an Bord haben, der auch bei ART NATION, CROWNE (alle beim gleichen Label) singt. Das ist wie so oft bei Frontiers Records und irgendwo auch leicht musikalischer Inzest, aber der Mann ist halt top. Mit dem „Terminatrix“-artigen bunten Frontcover hat man schon mal einen guten Hingucker und gefällige Tracks die AOR und Glam Rock Fans erfreuen wird. Meist versprühen die Lieder gute Laune, wobei die Ballade „One Kiss (To Save My Heart)“, ein Duett mit Labelkollegin ISSA schon recht nachdenklich und echt toll gesungen ist. Dieser Track wurde auch strategisch gut in der Mitte des Albums platziert. Außerdem hat noch Rob Wylde (MINDITE CITY / TIGERTAILZ) bei ein paar Tracks mitgeschrieben, was ja genau in dessen Genre passt. Ansonsten gibt es markige Songtitel wie „Live Fast, Die Young“ oder „Strike Like a Hurricane“ mit massig Keys und viel Pathos, wobei ich mich auch hier frage warum eine Band wie Nitrate zwei Gitarristen an Bord hat. Wie so viele Acts fehlt bei Nitrate etwas die eigene Identität! Aber Laune macht die Scheibe schon auf der gesamten Spielzeit und die Refrains bleiben im Ohr. Ich hoffe das nach einigen Umbesetzungen, Stridell ist bei vier Alben immerhin der dritte Frontmann, die Gruppe jetzt etwas zu Ruhe kommt. Eine Tournee mit oben genannten Bands sollte als Frontiers Allstars (oder so ähnlich) funktionieren, das wäre doch mal was!

Infos

Release

13.10.2023

Laufzeit

48:13 Minuten

Label

Frontiers Records / Soulfood

Fazit
Gute Laune Scheibe die keinen Originalitätspreis gewinnt, aber gut unterhält. Mehr will man manchmal auch nicht!
11
von 15
Gut
"Ein Gitarrenriff sollte nie länger sein, als es dauert, eine Bierflasche zu köpfen.“ Lemmy Kilmister (Motörhead)