Smile – Siehst Du es auch? (Blu-ray)

Titel

Smile – Siehst Du es auch? (Blu-ray)

Produktion/Vertrieb

Paramount Pictures (Universal Pictures)

Veröffentlichung

15.12.2022

Laufzeit

116:00 Minuten

Die Vorschusslorbeeren, und bei einem Horrorfilm muss man das ja faktisch so nennen, waren durchaus groß! Leute gehen verängstigt aus dem Kino, verließen vor Ende des Films den Saal, wurden im Kino ohnmächtig… einiges konnte man im Vorfeld über Parker Finns Erstlingswerk „Smile – Siehst Du es auch?“ Lesen und hören. Doch sind wir mal ehrlich, den eingefleischten Horrorfan macht das nur neugieriger, und solche Meldungen gab es seinerzeit schon als Blattys „Der Exorzist“ die Lichtspielhäuser unsicher gemacht hat. Nun erscheint „Smile – Siehst Du es auch?“ Endlich fürs Heimkino, und es ist Zeit sich selbst ein Bild zu machen. Dr. Rose Cotter arbeitet als Psychoanalytikerin in einer Klinik. Eines Tages wird ihr eine junge und völlig verstörte Patientin vorgesetzt, die kurz darauf mit einem grauenhaften Grinsen auf dem Gesicht vor den Augen von Rose Selbstmord begeht. Rose wird beurlaubt, und mehr und mehr häufen sich unheimliche Ereignisse in ihrem Leben. Auch ihre Familie und Freunde zweifeln langsam an ihrem Verstand. Doch Rose forscht nach, und findet mehr bizarre Todesfälle. Ist auch ihr Leben in Gefahr?

Die Erwartungshaltung war hier natürlich entsprechend hoch, soviel muss man vorab sagen. Kann „Smile – Siehst Du es auch?“ Diese aber einhalten? Nun sagen wir mal so, es ist definitiv kein schlechter Film! Die gruseligen Szenen sitzen durchaus, auch wenn diese nicht so häufig wie erwartet ausfallen, darstellerisch kann man ebenso nicht wirklich meckern. Josie Bacon (Tochter von Kevin Bacon) spielt ihre Rolle mit Hingabe, und man nimmt ihr die immer mehr im Wahn versinkende Rose sowohl körperlich als auch psychisch ab. Der Rest des Geschehens baut sich allerdings auch aus verschiedensten Gruslern der letzten 25 Jahre zusammen, ob das nun „Dämon“ (1998), „It Follows“, „Sinister“, „The Empty Man“… allerlei Versatzstücke wurden hier zusammengeschraubt. Das funktioniert bisweilen auch relativ ordentlich, bietet halt für Kenner nichts großartig Neues oder gar Innovatives. Die paar heftigeren grafischen Szenen kann man an einer Hand abzählen, passen aber ganz gut rein um die düstere Atmosphäre zu unterstreichen. Unterm Strich bleibt ein ordentlicher und stabiler Horrorfilm, der bei schreckhaften  Zuschauern sicherlich voll aufgeht, bei hartgesotteneren Fans aber dann doch nicht über gehobenes Mittelmaß hinausgeht. „Smile – Siehst Du es auch?“ ist aber sicher trotz allem einer der besseren Horrorstreifen des ausklingenden Jahres. Qualitativ ist die Blu auf gutem Niveau, neben einem Kommentar des Regisseurs gibt es noch ein kurzes Making Of, was zum Soundtrack, entfallene Szenen und ein Kurzfilm von Finn auf der Scheibe.

Fazit
Ordentliches Horror-Erstlingswerk
10
von 15
Interessant
Autor
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