LAZARUS DREAM – LIFELINE

Artist

LAZARUS DREAM

Albumtitel

Lifeline

Genre

Melodic Metal, Hardrock, Prog

Gitarrist und Multi-Instrumentalist MARKUS PFEFFER (Barnabas Sky, Winterland) und Sänger CARSTEN „LIZARD“ SCHULZ (u.a. Devoid, ex-Domain) legen ein ganz schönes Tempo vor, was ihr gemeinsames Projekt LAZARUS DREAM anbelangt, schließlich kam das Debüt „Alive“ erst vor anderthalb Jahren raus. Das kam aber bei der Hörerschaft dank der gelungenen Mischung aus Melodic Metal, Hardrock sowie einer Schippe Prog und eingängigen Hits wie zum Beispiel „Visions And Sins“, „Wings Of An Eagle“, „Dawn Of Time“ oder „House Of Cards“ überaus gut an.

Der Nachfolger hört jetzt auf den Namen „Lifeline“ und bietet, so viel schon mal vorweg, etwas schwerere Kost. Das heißt aber noch lange nicht, dass die Mucke darauf zum Wegrennen wäre, ganz im Gegenteil. So weisen einige der neuen Songs düstere Riffs, verschachteltere Melodieführungen und überraschende Stimmungswechsel auf. Vor allem die vier Longtracks wie der Opener „Dead End Symphony“ oder „Modern Lies“, allesamt mit einer Laufzeit von über sechs Minuten ausgestattet, erhalten viel Raum für kleine Synthie-Effekte, Tempi-Wechsel und/oder ausgeklügelte Gitarren-Läufe. Doch eins hat sich nicht geändert, und zwar die fetten Chöre sowie die extrem starke Gesangs-Vorstellung vom „LIZARD“, der wiederum für die Texte und die Gesangs-Melodien zuständig war. So klingt das Album in Gänze vielleicht nicht ganz so eingängig wie das Debüt, aber spannende Songs wie „Crack The Hourglass“, „Your Voice Inside My Head“ oder die Power-Ballade „Love Without A Net“ gewinnen mit jedem neuen Hördurchgang dazu. Das ist für mich dann auch ein Qualitäts-Merkmal, denn wenn ich mir ein Album öfter anhören und immer noch Neues entdecken kann, finde ich das grundsätzlich prima. Ein paar Gäste sind ebenfalls zu hören, unter anderen sogar ein Hochkaräter wie Keyboarder DEREK SHERINIAN (ex-Dream Theater, Sons Of Apollo, Black Country Communion). Als Drummer wurde, wie beim Debüt auch, MARKUS KULLMANN (Sinner, Voodoo Circle) verpflichtet, da konnte also auch nichts schief gehen. Mit „I Engineer“, im Original von ANIMOTION (1986), gibt es noch als Bonus zwar einen Coversong zu hören den jedes Kind kennt, aber durch die Interpretation im LAZARUS DREAM-Stil klingt dieser Ohrwurm wie neu und ist erst so richtig im Refrain zu erkennen.

Infos

Release

17.06.2022

Laufzeit

73:51 Minuten

Label

Pride & Joy/Soulfood

Fazit
Ein spannendes zweites Album, bei dem es viel zu entdecken gibt!
12
von 15
Edelstahl
Die Melodie muss stimmen!