CENTINEX – The Pestilence (EP)

Albumtitel

The Pestilence (EP)

Label/Vertrieb

Agonia Records

Veröffentlichung

01.04.2022

Laufzeit

21:06 Minuten

Genre

Death Metal

Mit großartigen Alben wie unter anderem „Subconscious Lobotomy“ (1992) oder „Reborn Through Flames“ (1998) gehören die schwedischen Haudegen von CENTINEX zu der schwedischen Flotte des Old School Death Metal. Unbeirrt wurde der Kahn unabhängig von ihrer längeren Auszeit beständig auf Konfrontationskurs gehalten. Seit dem „Redeeming Filth“ Comeback 2014 sorgen die vier Skandinavier in regelmäßigen Abstanden für neues und zeitgemäßes Gemetzel. So wie bei vielen anderen Bands wurde die Pandemiezeit genutzt, um an neuen Studiomaterial zu werkeln. Heraus gekommen ist dabei „The Pestilence“. Die Definition, ob eine Veröffentlichung nun als Mini LP oder alternativ als Extended Play gewertet wird, da dran scheiden sich schon immer die Geister. Aus Sicht von CENTINEX Mastermind Martin Schulman sind die vier produzierten neuen Tracks zu der aktuellen Veröffentlichung als MLP zu bezeichnen. In Bezug auf diese Begriffsbestimmung bezieht man sich am besten auf den guten alten Spruch „Das kannst Du halten wie ein Dachdecker“. 

Wer nun auf bahnbrechende Neuerungen aus dem Hause CENTINEX hofft, der wird enttäusch sein. Das Quartett setzt bei den vier Tracks plus dem Bonussong ganz traditionell auf das gute alte Feeling der Neunziger. Ein dreckiger Sound quillt aus den Boxen und lässt dabei ziemlich viel liegengebliebenen Staub aufwirbeln.  Im Gegensatz zu den letzten drei erschienen Hochglanzproduktionen ist es eine individuelle Abwechslung. Anscheinend hat in jüngster Vergangenheit der rebellische Old School Geist der Band einen Hausbesuch abgestattet. Die Umsetzung ist dabei keinesfalls engstirnig aufgenommen worden. Während bei „Armageddon“ eine noch eine flotte Sohle aufs Parkett bestaunt werden kann, ledert die Band im Anschluss mit einen Thrash lastigen „Evil is Evil“ und dem kriechenden „Tremble in Fear“ durch die Gehörgänge. Der offiziell letzte Track „Torture“ schlägt wie der Opener im eingängigen Midtempo rasant zu. Mit einer heiseren Gesangsorgan brüllt Frontmann Henrik Andersson (MACABRE DECAY) nach bester Manier ins Mikro. Dabei sind die Vocals immer Geschmackssache. Die hier tiefen, rauen Growls, die der Sänger präsentiert sind im Grunde nicht schlecht vorgetragen. Doch so ganz kommen sie nicht mit dem Stil der Songs in Einklang. Und das ist unterm Strich auch das Manko dieses Minialbums.

Fazit
CENTINEX reißt mit "The Pestilence" keine Bäume aus, sorgt aber für akzeptable zwanzig Minuten Unterhaltung !
9
von 15
Solide
.