CRYPTWORM – Spewing Mephitic Putridity

Albumtitel

Spewing Mephitic Putridity

Label/Vertrieb

Me Saco Un Ojo Records (LP) / Pulverised Records (CD) / Extremely Rotten Productions (MC)

Veröffentlichung

11.03.2022

Laufzeit

33:43 Minuten

Genre

Death Metal

Das jüngste Gericht ist bereit und die Welt wie wir sie kennen steht ein grausames Ende bevor. Die Erdoberfläche ist komplett mit einer radioaktiv strahlenden Masse überzogen, welche sämtlicher Existenz endgültig den Gar ausgemacht hat. Heerscharen von grausam entstellten Monstren und Mutanten direkt aus den Jenseits tauchen aus dieser ätzend stinkenden Substanz auf und geben der ohnehin schon furchteinflößenden Apokalypse den morbiden Rest. Dieses beschrieben Szenario umfasst das Debütalbum „Spewing Mephitic Putridity“ der britischen Gore-Jünger CRYPTWORM. Nicht nur optisch wird ein pestartiger Horror im großen Stil aufgetischt, sondern auch inhaltlich befasst sich das Death Metal Duo mit dem fachgerechten Ausweiden sämtlich vorhandener Innereien. Die gewählte Vorgehensweise ist mit einer simplen Besessenheit direkt aus dem schlammigen Underground geprägt worden und verzichtet dabei auf Grind-Elemente. Bevorzugt wird stattdessen ein ausgeklügelter Death-Metal-Angriff.

Das die beiden Briten stilistisch gesehen über die Nordsee nach Skandinavien gesprungen sind, steht außer Frage. In den dort ansässigen Laboren im Land der tausend Seen wurden CRYPTWORM fündig. Haufenweise abstoßendes Material aus bestialischen Experimenten wurde eingehamstert, um in heimischen Gefilden da dran weiter herumdoktern. Das Endergebnis ist ein Sammelsurium aus vertonten Exkrementen, die einen anziehenden Ekel auslöst. Der Kern dieser Aufnahmen bildet die herrliche Heiserkeit am Mikro, welche in erster Linie unverkennbar an Antti Boman (DEMILICH), sowie ein Stück weit an das ehemaligen Death Metal Output MANGLED TORSOS aus Baden-Württemberg erinnert. Bevor nun die UNDERGANG Maniacs aufschreien, das die Vocals von Frontmann Tibor Hanyi dem von David Torturdød (UNDERGANG) viel näher stehen, dem sei gesagt, das viele Wege nach Rom führen ! So auch die übereinstimmende Reibeisenstimmen dieser beiden Grunzer.

Diese eingängig simple Veröffentlichung ist so roh, dass es wie eine Käsereibe ist, die auf dem Knie bis auf die Knochen reibt und einen zuckenden Klumpen menschlichen Fleisches zurücklässt. Im Sound spiegelt sich das eigenwillige technischen Riffing von DEMILICHS primitiveren Anfängen aus der „Nespithe“ Epoche wieder. CRYPTWORM brechen mit ihrem Debüt „Spewing Mephitic Putridity“ die vermoderten Leichenkisten auf, um sich mit den verwesten Überbleibseln zu vereinen. Direkt vom klobigen Einstieg an suhlen sich die beiden Death Metal Freaks in ihrem ranzigen Element auf abstoßende Art und Weise. Lässt man die insgesamt acht Tracks mehrfach auf sich wirken, bringt sich die Produktion und das Songwriting einfach gegenseitig zum fiesen Grinsen, wenn der eigene Schädel durch die Decke geprügelt wird. Das Album weiß, wann es einen packt und durch den Raum schleifen sowie verprügeln muss und wann es einem zu Atem kommen lässt. Dieses monströse, schmutzige und gruselige Flair direkt aus der modrigen Gruft ist der komponierte Überbau, welches dank des kriechenden und massiv schwerem Riffing in der Lage ist, eine düstere Horror-Atmosphäre zu erzeugen. 

Fazit
CRYPTWORM - "Spewing Mephitic Putridity" So klingen höhnische Killerhymnen aus dem dunklen Untergrund !!
12
von 15
Edelstahl
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