TEN – Here Be Monsters

Albumtitel

Here Be Monsters

Label/Vertrieb

Frontiers/Soulfood

Veröffentlichung

18.02.2022

Laufzeit

59:52 Minuten

Genre

Bombast-Hard Rock

Während seiner langen Karriere hat Gary Hughes noch nie eine schlechte Platte fabriziert. Seine Soloscheiben sowie die Arbeit mit MAGNUM-Sänger Bob Catley waren immer hörenswert und boten qualitativ guten Hard Rock. Die Krone seines Schaffens sind aber TEN, mit denen er nun sein 15. Album veröffentlicht. Den Grundstein des Erfolges legte die Band zu Beginn ihrer Karriere Ende der 90er. Unumstößliche musikalische Perlen wie „The Name Of The Rose“, „The Robe“ oder „Yesterday Lies in Flames“ haben auch heute noch nichts von ihrer Schönheit und Faszination verloren. Trademark waren immer die keltischen, pathetischen Einflüsse, die TEN-Alben unverkennbar machten. In den Folgejahren wurden in schöner Regelmäßigkeit Scheiben veröffentlicht, die einmal mehr, einmal weniger gute Songs am Start hatten, aber alle irgendwie klar gingen.

Der aktuelle Output „Here The Monsters“ reiht sich nahtlos in die Qualitätsriege seiner Brüder und Schwestern ein und glänzt zunächst mit einer amtlichen Produktion. Am Cover hingegen wurde gespart, das fällt bei mir durch. Erneut decken Gary Hughes und seine Mitstreiter ein breites Repertoire ab und an der Balladen-Front macht ihnen sowieso keiner was vor. „The Longest Time“ schreit nach einer zugigen Hütte, in der ein Whisky trinkender, trauriger Liebender, im Schein einer Kerze über sein Leben sinniert. Das Piano spielt bei diesen Songs immer eine Rolle, aber auch das Gitarren-Duo Dann Rosingana und Steve Grocott darf die Axt im Soloteil auspacken. TEN können generell auch härter, dann glühen auch die Gitarrensaiten entsprechend heißer. „Immaculate Friends“ oder „The Dream That Fell To Earth“wären solche Nummern, die zum einen gefühlvolle Momente haben, aber auch über einen gewissen Härtegrad verfügen. Verträumt hingegen ist der Opener „Fearless“, womit auch die dritte Komponente der Briten bedient wird, denn auch der Drang zum Dramatischen ist ihnen eigen.

Insgesamt also alles im grünen Bereich bei TEN. Die Stammanhängerschaft hat sicher schon längst zugeschlagen, für Neulinge ist „Here Be Monsters“ eine optimale Chance die Band kennenzulernen.

Fazit
TEN sind seit Jahren ein Garant für melodischen, bombastischen Hard Rock, der dank seiner keltischen Einflüsse nie kitschig wirkt und neben den Balladen über einen ordentlichen Härtegrad verfügt.
12
von 15
Edelstahl
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