POWERGAME – Slaying Gods

Albumtitel

Slaying Gods

Label/Vertrieb

Iron Shield Records/Soulfood

Veröffentlichung

18.03.2022

Laufzeit

46:49 Minuten

Genre

Heavy Metal

POWERGAME spielen nun auch schon eine Dekade zusammen und haben sich die Zeit im Lockdown gut eingeteilt. Immerhin war ein einziger Gig 2021 möglich, der die Band zumindest ein bisschen aus dem Motivationsloch holte. So kam es zur Entstehung der „Lockdown-EP“, die eine Art Vorgeschmack zu neuen Album darstellen sollte. Da man im Lager der Bielefelder, und nicht nur dort, an Liveshows im Frühjahr 2022 glaubte, kommt mit „Slaying Gods“ nun die neue Scheibe und POWERGAME beweisen, dass sie sich stilistisch weiter nicht auf eine Richtung festlegen lassen wollen. Das Quartett brettert mit dem Titeltrack richtig brachial los und lässt Bandmaskottchen „El Demonio Negro“ zielgerichtet auf dem Cover tätig werden. Der nächste Song ist nahezu ein Instrumental, bevor am Ende von „Twisted Minds“ doch noch Vocals eingesetzt werden. Hört man so eher selten, wäre aber auch ohne Gesang ein ordentlicher Song. „Midnite Steel“ ist ein amtlicher Fetzer und zählt zu den besseren Songs. Bis zum epischen Ende der Platte, mit dem einzigen Longtrack, „The Chalice“, versucht man eine große musikalische Bandbreite abzudecken, was ja generell nicht schlecht ist, aber dann muss jede Nummer in ihrem Genre auch zünden. Da fehlt es bei POWERGAME am Ende noch ein bisschen an ausgereiften Harmonien oder fesselnden Gitarrenläufen. Der Gesang von Gitarrist Matthias Weiner ist in Ordnung, reißt mich aber im Endeffekt nicht vom Hocker. Was ich ihm zu Gute halte, ist die tiefe Leidenschaft, die er mit jedem Ton rüberbringt. Wer im Endeffekt auf die typischen Pure Steel-Bands steht und den wahren, unverfälschten Metal liebt, der wird bei den Ostwestfalen nichts falsch machen.

Fazit
Die Bielefelder entledigen sich auf ihrem dritten Album auf drastische Weise den Göttern und schmieden ordentlichen Teutonenstahl, der mehrere Stilarten abdeckt.
10
von 15
Interessant
Heavy Metal is Immortal!