RONNIE ATKINS-MAKE IT COUNT

Albumtitel

Make It Count

Label/Vertrieb

Frontiers/Soulfood

Veröffentlichung

18.03.2022

Laufzeit

54:15 Minuten

Genre

Melodic Rock

Vor etwas mehr als zwei Jahren machte Pretty Maids-Shouter Ronnie Atkins seine Lungenkrebserkrankung öffentlich, die mittlerweile nicht mehr heilbar ist. Der 1964 geborene Däne sowie seine vielen Anhänger wissen also, dass sich Ronnie auf den letzten Metern seines Lebens befindet, so traurig das auch ist. Aber der Sänger mit dieser großartigen, unverwechselbaren Stimme macht das, was er am besten kann, nämlich weiter Musik. Dabei ist sein neues Soloalbum „Make It Count“ nach „One Shot“ sowie der Akustik-EP „4 More Shots“ die dritte Platte innerhalb eines Jahres. Ok, vielleicht hätten sich die Fans noch mehr über eine letzte Pretty Maids-Scheibe gefreut, doch diese Tür scheint aufgrund einer Meinungsverschiedenheit Ronnies mit Ken Hammer verschlossen zu sein.

„Make It Count“ ist, genau wie „One Shot“ ein sehr persönliches Album, das sich musikalisch jedoch von den Pretty Maids abhebt. Okay, fetzig düstere Songs wie „Rising Tide“ oder „Blood Cries“ hätten den Jungfrauen auch sehr gut zu Gesicht gestanden, doch das Gros der 12 neuen Stücke ist doch etwas langsamer und leicht melancholischer ausgefallen. Er geht dabei textlich die großen Themen an, die uns alle zur Zeit so bewegen, etwa Klimaschutz und Frieden. Aber auch wie angedeutet natürlich Persönliches wie die Erfüllung von Träumen oder der Umgang mit der Familie. Eben gemäß dem Titel, was wirklich im Leben zählt und wichtig ist. Dabei klingt seine Stimme so kräftig und voluminös, wie das seine Fans von ihm kennen, da ist von seiner Krankheit absolut nichts auf die Stimmbänder geschlagen. Höhepunkte auf einem Album ohne Schwächen sind für mich die melodischen Midtempo-Rocker wie der Opener „I`ve Hurt Myself (I`m Hurting You)“, „Unsung Heroes“, „The Tracks We Leave Behind“ oder die feine Halbballade „Remain To Remind Me“. Der Titelsong als Rausschmeißer beginnt ebenfalls ruhig, steigert sich aber zu einer poppigen, tanzbaren und gar radiotauglichen Nummer. Aber auch die zu Tränen rührende Ballade „Let Love Lead The Way“ trägt zu einem rundum gelungenen Gesamtbild bei.

Ich persönlich kann jedenfalls nicht genug von dieser einzigartigen Stimme bekommen und freue mich über jeden Song, den ich von Ronnie Atkins hören darf…egal ob von den Pretty Maids früher oder aktuell solo. Wie viele es zukünftig noch sein werden, das weiß heute noch niemand,

Fazit
Ein bockstarkes, persönliches Melodic Rock Album mit einer unwiderstehlichen Stimme, das sich von der Masse abhebt!!
14
von 15
Geniestreich
Die Melodie muss stimmen!