NIGHT COBRA – Dawn Of The Serpent

Albumtitel

Dawn Of The Serpent

Label/Vertrieb

High Roller Records/Soulfood

Veröffentlichung

11.02.2022

Laufzeit

32:29 Minuten

Genre

Heavy Metal

High Roller Records schaffen es immer wieder Bands aus dem Hut zu zaubern, bei denen man beim ersten Hören nicht weiß, ob da ein Reptil aus den frühen 80ern aus dem Erdreich gekrochen ist oder ob ein paar junge Haudegen die gute, alte Zeit aufleben lassen. Bei NIGHT COBRA ist Antwort B die richtige, denn das Quintett aus Houston musiziert noch nicht allzu lange miteinander, hat mit der EP „Praise Of The Shadows“ allerdings schon Eindruck in der Szene geschunden. Die Texaner machen überhaupt kein Hehl daraus, dass ihre Augen und Ohren in Richtung England und Skandinavien schielen und man sich von dort die Einflüsse holt, um traditionellen Underground-Stahl zu schmieden, der sowohl räudig wie auch rotzig klingt und jeden kleinen Club zum Toben bringen wird. Hört euch das Gitarrenintermezzo bei „For Those Who Walk The Night“ an. In Verbindung mit der hypnotischen Stimme von Christian Larson ein Fetzer vor dem Herrn. „Black Venom Dreams“ ist klassischer NWoBHM-Stoff, der direkt zündet und die geballte Faust abheben lässt. Das knarzige „Acid Rain“ leitet zum abschließenden, wuchtigen „Electric Rite“ über, das einen letzten Beweis antritt, was Spielfreude und Leidenschaft bewirken können. Das Cover ist ein Hingucker und lässt mich wie automatisch den Geldbeutel zücken.

Kritiker werden bemängeln, dass die Szene langsam überschwemmt wird, da die alten Bands noch zusätzlich ihre ganzen Re-Releases auf den Markt bringen, aber so lange die Qualität der neuen Veröffentlichungen so hoch ist wie bei NIGHT COBRA, macht diese Spielart des Metals nicht nur mir absoluten Spaß. Die Spielzeit ist natürlich indiskutabel, da wäre Platz gewesen, um die nicht mehr erhältliche EP mit draufzupacken.

Fazit
NIGHT COBRA schlängeln sich mit viel Potential durch den NWoBHM-Dickicht.
12
von 15
Edelstahl
Heavy Metal is Immortal!