GOODBYE JUNE-SEE WHERE THE NIGHT GOES

Albumtitel

See Where The Night Goes

Label/Vertrieb

Earache Records/Edel

Veröffentlichung

18.02.2022

Laufzeit

40:33 Minuten

Genre

Southern Hardrock

Goodbye June aus Nashville/Tennessee legen mit „See Where The Night Goes“ schon ihren dritten Longplayer vor. Der Vorgänger „Community Inn“ aus dem Jahr 2019 konnte ja richtig gute Kritiken einheimsen und gefiel auch mir richtig gut. Das Trio vereint stilistisch ja den Classic Hardrock mit Blues und Southern Rock, wobei die beiden ersten Scheiben noch eine gewisse melancholische Schwere auszeichnete. Die ist mittlerweile, trotz der pandemisch bedingten Zeit des Entstehens, fast völlig verschwunden, das Gros der neuen Songs ist sogar partytauglich. Das liegt bestimmt auch am Reibeisen von Frontmann Landon Milbourn, das mich dann auch mal an AC/DC erinnert, wie z.B. beim Opener „Step Aside“. Trotz der vielen positiven Vibes tut eine Ballade wie „What I Need“ zwischendrin gut und zeigt die Vielseitigkeit der Amerikaner. Da darf es auch mal ein Honkytonk-Piano als passendes Beiwerk bei „Stand And Deliver“ oder eine scheppernde, weggeworfene Whiskey-Flasche bei „Baby I`m Back“ sein. So hat sich die Truppe in Sachen Songwriting meiner Meinung nach bestens weiterentwickelt, anstatt wie viele andere Rockbands, im Wohlfühl-Modus zu verweilen. Gute Ideen, eine ordentliche Portion Frische und einfach gute Songs, die Spaß machen. Okay, ab und zu schielen die Jungs noch mal kurz Richtung Kommerz, wie mit „Everlasting Love“, das dann eine Spur zu deutlich an „Proud Mary“ in der Version von CCR erinnert. Aber das finde ich nicht so schlimm und bleibt die Ausnahme. Wenn es heißt, dass die dritte Platte die wichtigste für eine Band ist, dann haben Goodbye June sehr viel richtig gemacht! Tolle Band, tolle Platte!

Fazit
Goodbye June vereinen Classic Rock mit Blues und Southern, was einfach geil klingt!
12
von 15
Edelstahl
Die Melodie muss stimmen!