CRESTFALLEN QUEEN – Hall of Maati (EP)

Albumtitel

Hall of Maati (EP)

Label/Vertrieb

Vocem Interiorem Manifestations

Veröffentlichung

11.02.2022

Laufzeit

20:00 Minuten

Genre

Progressive Heavy Doom Metal

Der progressive Fünfling CRESTFALLEN QUEEN aus Stuttgart kann aktuell auf sechs Jahre Bandbestehen zurückblicken. Ihre Zelte haben sich in dieser Zeit im Doom Metal Camp manifestiert. Dabei kann die Band bereits neben dem ersten Demo „No More Let Life Divide What Death Can Join Together“ auf das „Queen of Swords“ Albumdebüt zurückblicken. Hier fällt neben der gängigen Beerdigungsstimmung die progressive Rockseite auf, die dem fabrizierten Machwerk einen ordentliche Retrotouch mit einigen stonerlastigen Anleihen verleiht. Bei ihrem erschaffenen Erstlingswerk kommen philosophische und mythologische Schwerpunkte zum Zug, die auf lange verschollene Historie von verschollene Recken und ihrer ständigen Auseinandersetzung mit dem inneren Dämon berichten. Im Gegensatz zu den meisten Genrekollegen setzen die fünf Schwaben zieht ihre Art der Zelebrierung den Hörer nicht herunter, sondern lässt ihn genug Spielraum zum innehalten und nachdenken. Das eine Band in der heutigen Zeit diverse Elemente aus verschiedenen Rock und Metalsparten in die eigene Musik mit einbezieht, um aus eigener Sicht das Beste draus zu machen, gehört zwangsläufig in ein Konzept dazu. Dieser begonnenen Drahtseilakt bringt genug Pep mit sich und hat viele interessante Wendungen zu entdecken.

Knapp drei Jahre später ist es an der Zeit für den nächsten Step, wo die zukünftige Produktion in die eigenen Hände genommen wurde. Das erste zählbare Ergebnis sind zwei neue Tracks mit einer Punktlandung von jeweils zehn Minuten Spielzeit. Somit kann CRESTFALLEN QUEEN die erste EP ihr Eigen nennen, welche mit dem Titel „Hall Of Maati“ versehen ist. Es ist schon erstaunlich das der erschaffene Stil der Band im Laufe der Jahre sich gefestigt hat und dieser eingeschlagene Weg unbeirrt fortgesetzt wird. Die rockig progressive Ader ist der Band in Blut und Fleisch übergegangen, das ist innerhalb der zwanzig Minuten spürbar. Dabei gelingt es die Pforte der Eingängigkeit durch die sauberen Aufnahmen ein weiteres Mal aufzustoßen. Das ist gleichzeitig das Manko dieser Veröffentlichung. Schwirren die staubigen „Queen of Swords“ Klänge im Hinterkopf umher, fehlt genau diese verunreinige Stimmung auf „Hall Of Maati“. Die Mixtur bei den beiden Tracks „Eclipse of Truth“ und „The Seventh Hour“  wirken etwas zu glattgebügelt. Hier dürfte in Zukunft gerne mehr verdreht staubigen Doom und weniger Rock verwendet werden. Im Grunde keine  schlechte Performance doch fehlt dem Spirit das I-Tüpfelchen an Dreckigkeit.

Fazit
CRESTFALLEN QUEEN - "Hall of Maati": Ein Frühjahrsputz ist nicht immer von Vorteil !!
8
von 15
Durchschnittlich
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