LEE AARON – ALMOST CHRISTMAS

Albumtitel

Almost Christmas

Label/Vertrieb

Metalville/Rough Trade

Veröffentlichung

26.11.2021

Laufzeit

41:13 Minuten

Genre

Hard Rock

Geboren in Belleville (Kanada), feierte die Rockröhre LEE AARON spätestens seit 1985 mit dem Album „Call Of The Wild“ und dem Single-Erfolg „Barely Holdin‘ On“ weltweite Erfolge. Nun veröffentlicht die Kanadierin nur sechs Monate nach ihrem letzten Studio Album („Radio On!“) bereits den nächsten Longplayer, getauft auf den Namen „Almost Christmas“. Wobei man anmerken muss, dass der neue Silberling sooo neu jetzt auch wieder nicht ist, es gab ihn über ihre eigene Homepage bereits vor einem Jahr zu erwerben, nun aber, 12 Monate später, bekommen die Fans über offizielle Kanäle (Metalville) die Möglichkeit, sich Weihnachtssongs, interpretiert von Lee Aaron, ins heimische Wohnzimmer zu holen. Insgesamt fanden dreizehn völlig unterschiedliche Songs auf diesem Album Platz, fast 42 Minuten kann der Hörer den Lieder folgen. Stilistisch ging Frau Aaron unterschiedlich vor, es gibt es rockige Versionen („Everything’s Gonna Be Cool This Christmas“, im Original von EELS), den CHUCK BERRY Klassiker „Run, Run, Rudolph“ oder der abschließende Bonustrack „More Fun on the Naughty List“, wo geschickt eine kurze Passage von „Jingle-Bells“ eingebaut wurde. Es gibt jazzige Elemente zu verzeichnen („Zat You Santa Claus?“, im Original von LOUIS ARMSTRONG) und natürlich auch ruhigere Songs wie „All I Ever Get for Christmas Is Blue“ (Original von OVER THE RHINE). Subjektive Highlights sind auf diesem Album „Peace On Earth“ (eigenes Remake vom 91er Album „Some Girls Do“), der erste (von zweien) Bonustrack „Almost Christmas“ und die grandiose Acapella-Version von JONI MITCHELS Evergreen „The Fiddle and the Drum“. Insgesamt aber muss man festhalten, dass sich dieses Album nicht für die besinnliche Haupt(tages)zeit an Weihnachten eignet, dafür ist es in vielen Passagen dem Ereignis nicht passend genug (zu wenig weihnachtlicher Touch). Je weiter der Abend, desto größer die Chance, dass das Album auch außerhalb der LEE AARON Fanbase Gefallen findet, dann vielleicht sogar die Version vom SLADE Smasher „Merry Christmas Everybody“, welches man eigentlich nicht nachspielen hätte müssen … was aber immer im Auge des Betrachters liegt.

Fazit
Alter Wein in neuen Schläuchen, das Format für jede "rockige" Weihnachts Scheibe trifft auch hier zu!
8
von 15
Durchschnittlich
The Sky is the limit!