NESTOR – KIDS IN A GHOST TOWN

Albumtitel

Kids In A Ghost Town

Label/Vertrieb

Eigenveröffentlichung

Veröffentlichung

22.10.2021

Laufzeit

42:29 Minuten

Genre

Melodic Hard Rock

Homepage

Erst mal meinen Dank an Tobias und natürlich der ganzen Truppe von NESTOR, die mir ein signiertes Exemplar überlassen haben.
Bumm, wie aus dem nichts waren sie da, NESTOR traten aus dem Schattendasein. Stürmten mit ihren drei Vorab Singles schlagartig an die Spitze des Melodic Rock und wirbelten dermaßen Staub auf das die Erwartungen auf das Album sehr hoch waren. Diese Singles hören auf die Namen „On The Run“, „1989“ und „Tomorrow“. Die drei Titel sind tief in den 80ern verwurzelt, wurden stark in Szene gesetzt und mehr 80er geht fast nicht. Nun liegt mir das Album vor, auf der Facebook Seite steht Rock ‚N Roll seit 1989, und so sehen die Jungs vom Alter her auch aus, so um die 50 Jahre. Ich sag jetzt mal die Truppe ist in meinem Alter und weiß genau was sie will. Sie wollen den Planeten rocken!
Und können sie das?
Ein deutliches Ja!
Hier kommt bestes Melodic Rock Futter in den Napf, besser konnten damals weder BON JOVI, DOKKEN, DEF LEPPARD, TREAT, EUROPE oder DALTON nicht spielen, obwohl die erwähnten Bands eine gute Marschrichtung vorgeben. Das Ding rockt vom ersten bis zum letzten Takt, überzeugt und macht Spaß. Nebenbei erinnert die Mucke an das Jahrzehnt der Spandexjeans, Miami Vice Anzügen in der Disco und die damals aufkeimende Neonfarben Welle. Der perfekte Einstieg gelingt mit einem lässigen Intro, pure 80er, in Perfektion. Dann folgt auch schon der erste Hammer mit „On The Run“, eine der drei Singles. Der Titel inhaliert die Achtziger, die Schweden verstehen es Rockmusik zu kreieren und gekonnt zu inszenieren, ich durfte dieses Jahrzehnt in all seinen Facetten miterlebt. Weiter geht es mit „Kids In A Ghost Town“, nicht wirklich schwächer, gefolgt von „Stone Cold Eyes“, auch hier wieder pure Nostalgie. Eigentlich ist es ungerecht Titel hervorzuheben, da alle Titel stark und überzeugend ausgeführt wurden. Die druckvolle Produktion rundet das positive Bild ab. Gitarren, die sich mit den Keyboards Duelle am laufendem Band liefern, der Bass macht mit dem Schlagzeug aus der zweiten Reihe ordentlich Dampf und sorgt so für einen hervorragenden Sound. Ohne Aufhänger, ohne Durchhänger, ohne Langweiler, jeder Song bewegt sich auf hohem Niveau und zeigt deutlich das mit den Schweden in Zukunft zu rechnen sein wird. Da NESTOR fast alles in eigener Hand behalten haben, gibt es auch keinen Druck von außen seitens eines Labels, die ihnen Vorschriften machen oder in irgendeiner Weise Mitreden könnten. NESTOR liefern mal eben in Eigenregie einen heißen Anwärter für das Album des Jahres ab, ein Platzierung unter den Top 3 Alben sollte ohne wenn und aber drin sein.

Fazit
Man erlebt die 80er durch NESTOR erneut! Schweden ist das Epizentrum des Rock.
15
von 15
Meisterwerk