BIZARRE – Invocation Codex

Albumtitel

Invocation Codex

Label/Vertrieb

Transcending Obscurity Records

Veröffentlichung

29.10.2021

Laufzeit

43:17 Minuten

Genre

Death Metal

Die spanischen Death Metaller BIZARRE servieren nach sechs Jahren ihrer Gründung mit „Invocation Codex“ nun etwas Handfestes auf dem Plattenteller. Ein Debüt, welches wenig Anlauf benötigt, um die Pforten ihrer unheimlich bizarren Unterwelt  zu eröffnen. Hier prallen klassische Death Metal Elemente der alten Schule auf melodische Abschnitte, die spielerisch sich in den Göteborg-Stil auf die Fahne geschrieben hat. Produktionstechnisch hat dieses Album einen überraschend sauberen Sound, der im Kern die finnische Schule der Vergangenheit sich präzise einverleibt hat. Zu dieser geschichtlichen Aufarbeitung tauchen die vier Spanier mit eingestreuten Synthesizerklänge in einen grandiosen Tiefgang. Bei diesem ständigen Besuchen in den finsteren Katakomben, spielen sich die Solis positiv in den Vordergrund und hat einige fast schon liebliche Riffreihenfolgen auf Lager. Auch die wüsten Beschimpfungen von Frontmann Mark Berserk mit etlichen Growlingaspekten sowie die intensive Bearbeitung des Schlagzeugs vom Drummer Gabriel Valcázar mit seinen Blastbeateinheiten lässt das Herz eines Death Metal Fans höher schlagen. Dadurch kreiert  „Invocation Codex“ sich zu einem eigenen modernen Soundgerüst, ohne dabei in die Schiene eines billigen ADRAMELECH oder PURTENANCE Abklatsch zu geraten.

Diese knappe dreiviertel Stunde erfindet das Rad nicht neu, doch unter den Neuerscheinungen der letzten Zeit legt BIZARRE mit ihren wütenden Death Metal Attacken die Messlatte schon sehr hoch an. Das bei diesem Album der vielumworbene Cthulhu-Kult nicht zu kurz kommt, wird besonders am Ende der Spielzeit deutlich. Mit „The Call of the Great Old Ones“ wird die Anrufung des Großen Alten Tsathoggua eingeleitet und anschließend bei „Ancient Forgotten Tsathoggua“ eingehend gehuldigt. Als Anspieltipps gehen der melodische Tobsuchtsanfall „In the Bowels of Voormithadreth“ und der riffgetriebene Hinhörer „Ex Oblivione“, wo die Solis besonders zur Geltung kommen, glatt durch die Hörgänge. Ein Debüt mit dem Stern von BIZARRE am Death Metal Himmel aufgegangen ist… und hoffentlich lange dort glühen wird !!

Fazit
Das BIZARRE Debüt weiß mit eingängigen Death Metal zu überzeugen.
12
von 15
Edelstahl
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