ALTARS OF THE MOON – BRAHMASTRA

Albumtitel

Brahmastra

Label/Vertrieb

Disorder Recordings

Veröffentlichung

20.08.2021

Laufzeit

28:40 Minuten

Genre

Post Black Metal

Die COVID-19-Pandemie hat viele Menschen über lange Zeit in die Isolation gedrängt. In dieser hat sich UADA-Bassist Nate Verschoor die Frage gestellt, wie die schier grenzenlose Erhabenheit der Einsamkeit wohl klingt und sich angeschickt, diese in einem einzigen langen Stück zu vertonen. Zusammen mit Jeff Wilson und Heath Rave, die unter anderem beide bei WOLVHAMMER spielten, hat er diese Vision in Musik umgesetzt.
Das Ergebnis ist ein finsterer Malstrom von einem Song. Ein halbstündiger Fiebertraum aus Post Black Metal , Prog Rock und Dungeon Synth. Auch wenn die Musik schon allein für sich sprechen könnte, lebt sie von dem finsteren, mantraartigen Gesang von Heath Rave, der in seinem Vortrag zuweilen an Tom G. Warrior von CELTIC FROST und TRYPTIKON erinnert , wenn man in Black Metal Schubladen denkt – oder Carl McCoy von FIELDS OF THE NEPHILIM, an deren Spätwerk ALTARS OF THE MOON auch immer wieder erinnern.
Den Avantgardismus der genannten Bands können ALTARS OF THE MOON noch übertreffen. Dabei erreichen sie allerdings selten die emotionale Tiefe, die TRYPTIKON zuletzt mit ihrem „Requiem“ erreicht haben. Mit „Brahmastra“ haben sie ein Album und einen Song geschaffen, dem man sich ganz in Ruhe widmen muss. Am besten alleine und nachts, wenn die Dunkelheit der Musik aus den Lautsprechern kriechen und jeden Winkel des Zimmers infiltrieren kann. Wer sich auf diese Musik einlassen kann, wird in „Brahmastra“ ein kleines Meisterwerk vorfinden. Vielen anderen dürfte es ein Stück zu anstrengend sein, denn wer sich hier nicht fallenlässt, wird keinen Einlass in die dunkle Kammer finden, die dieser Song sperrangelweit aufstößt.

Fazit
Wenn man sich drauf einlässt, ist "Brahmastra" ein starkes Stück Musik!
12
von 15
Edelstahl