All Good Things-A Hope In Hell

Albumtitel

A Hope In Hell

Label/Vertrieb

Better Noise Records/Sony

Veröffentlichung

03.09.2021

Laufzeit

58:10 Minuten

Genre

Nu / Modern Metal

Seltsam, in der Info wird „A Hope In Hell“ als das Debütalbum der L.A.-Rocker All Good Things angekündigt. Doch liebe Leute, ich möchte wirklich kein Klugscheißer sein, aber in diesem Fall weiß ich es wirklich besser! Denn die US-Boys gibt es schon länger und ihr erstes Album „Machines“ wurde in den USA schon 2017 veröffentlicht. In Europa kam diese feine Scheibe allerdings erst 2019 heraus, wie ihr in meiner Rezi in unserem Archiv nachlesen könnt. Nun, einige der Songs von „Machines“ (z.B. der Titelsong) sind jetzt auch erneut auf „Hope In Hell“ vertreten, da will man wohl ein wenig schummeln und hat sich anscheinend etwas Arbeit gespart. Kann natürlich auch sehr gut sein, dass diese dämliche Pandemie nach anderen Plänen verlangt hat. Wer hat es in diesen unsäglichen Zeiten schon leicht, gerade als Musiker? Eben!

Egal, nobody is perfect, die Nu Metal Band scheint nun jedenfalls mit aller Macht gepusht werden zu wollen, auch bei uns, wie die Platzierung der Single „For The Glory“ z.B. bei RTL im Trailer zum Formel 1 Großen Preis von Spanien 2020 oder in den USA beim letztjährigen Finale beim Eishockey NHL Stanley Cup beweisen. In Amerika sind Song und Album, vielleicht aus diesen Gründen, auch durchgestartet, ob das auch bei uns gelingt, wird die nähere Zukunft zeigen.

Rein musikalisch sollte das eigentlich kein Problem werden, denn der kraftvolle, teilweise harte, moderne Nu Metal-/Alternative Rock-Sound mit Elementen aus Industrial, Rap („Unfeated“) und/oder Pop klingt sehr einnehmend, jedoch vornehmlich eher für ein jüngeres Publikum. Anhänger einer Band wie Limp Bizkit werden sich jedenfalls pudelwohl fühlen. Mein kürzlich erst volljährig gewordener Sohn fährt jedenfalls voll auf diese Combo ab, kennt sie aber wie gesagt durch mich schon etwas länger. Im Vergleich zum o.a. „Machines“ setzt die Band aktuell vermehrt auf Screams sowie den Mix aus Synthies und bratenden Gitarren, wie etwa bei „Push Me Down“. Ach ja, die genannte Single „For The Glory“ war ebenfalls schon auf „Machines“ vertreten, wurde für diese Scheibe jedoch neu aufgenommen und mit Hilfe der in den USA mega angesagten Band Hollywood Undead mit Rap-Einlagen aufgebrezelt. War auf „Machines“ mit „What Have I Become“ noch eine tolle Ballade an Bord, gibt es jetzt leider keine Verschnaufpausen zum Innehalten oder Träumen. Also, vielleicht klappts ja jetzt auch hier mit den Charts. Nochmal zwei Jahre warten ist jedenfalls keine Option, sonst wird`s dann albern.

Fazit
Für jüngere Hörer sicher sehr reizvoll, für Metal- oder Hardrock-Nostalgiker eher weniger geeignet!
11
von 15
Gut
Die Melodie muss stimmen!