Baxaxaxa – Catacomb Cult

Albumtitel

Catacomb Cult

Label/Vertrieb

The Sinister Flame

Veröffentlichung

06.08.2021

Laufzeit

47:41 Minuten

Genre

Black Metal

Es ist auf diesem gottverdammten Planeten schon bemerkenswert, wenn sich eine Black Metal Undergroundband mit nur einem Demo aus dem Anfangstagen zu einem Geheimtipp in der Szene entwickelt hat. Die bayrischen BAXAXAXA sind so ein Phänomen. Im Gründungsjahr 1992 kam das Demo „Hellfire“ heraus. Nach knapp zwölf Monaten war das junge Projekt auch schon wieder zu den Akten gelegt worden. Doch genau dieses Fünftrackdemo findet auch heutzutage seinen Weg in eine gut sortierte Sammlung. Obwohl BAXAXAXA zehn Jahre später nicht aktiv gewesen ist, wurde das „Hellfire“ Material genutzt, um eine Split mit UNGOD zu veröffentlichen. Was lange währt, wird endlich gut. Nach diesem Leitsatz raufte sich das geschwärzte Quintett 2019 zusammen und legt sich seit dem Produktionsbezogen ordentlich ins Zeug. Beständig wurde dann 2019 das zweite Demo „The Old Evil“ sowie im Jahr der Pandemie die EP „Devoted to HIM“ präsentiert. Anscheinend fand BAXAXAXA gefallen an der Kontinuität ihrer Black Metal Publizierung und so wurde genug böser Stahl für ihr erstes Studioalbum geschmiedet.

Zunächst fällt das typisch gestaltete Artwork der unchristlichen Bayern auf. Mit einem dämonisches Wesen, welches aus dem Höllenfeuer entsteigt, reiht sich das Debüt „Catacomb Cult“ mit der simplen Skizzierung nahtlos in die gruselige Serie mit ein. Nicht nur das sich BAXAXAXA mit ihrem ersten Longplayer zu etwas mehr spielerischen Ruhm berufen fühlen, nein auch der Sound hebt sich gegenüber dem „The Old Evil“ deutlich ab. Während das zweite Demo noch den klassischen Underground Rumpeltouch inne hat, wird nun eine saubere schwarze Messe abgehalten. Unabhängig von diesem ersten Eindruck, spürt man die ursprünglichen Boshaftigkeit, die sich in einem intensiven Dickicht aus antichristlichem Satanismus in den acht Tracks widerspiegelt. Dabei vergisst das garstige Quartett nicht ihre Wurzeln des Undergrounds. Diese runde dreiviertel Stunde lässt neben der Teufelsanbetung den Spirit von Bands wie HELLHAMMER, oder UNGOD intensiv aufleben. Mit dem fesselnden Midtemporiffing bleibt der höllisch drückenden Atmosphäre genug Spielraum, um ihre Klauen der schwarze Magie tief im eigenen Fleisch zu spüren.

„Catacomb Cult“ hängen muffige Vibrationen in der Robe, klingt dabei aber selten leblos oder langweilig. Unabhängig von seltenen schnellen Passagen, wie z.B. bei „Ghosts of Törzburg“ vertreten, zählt der letzte Track „Temple of the Seven Keys“ mit seinem sphärischen Einfluss zu den Anspieltipp. Leider ist der ein oder anderen Schwachpunkt auf dem Album versteckt. Unter anderem die Backvocals bei „Walpurgis Dancers“ sind zu Anfang etwas schwach auf der Brust  Am Ende bleibt ein überraschend positiver Eindruck, welcher den verbleibenden Kultstatus der Band untermauert.

Fazit
BAXAXAXA - "Catacomb Cult" lässt eine faszinierende Wut vom Stapel ! Ein Debüt welches Lust auf Black Metal macht
12
von 15
Edelstahl
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