Galvanizer – Prying Sight of Imperception

Albumtitel

Prying Sight of Imperception

Label/Vertrieb

Me Saco Un Ojo / Everlasting Spew

Veröffentlichung

30.07.2021

Laufzeit

31:01 Minuten

Genre

Death Grind

Bei GALVANIZER handelt es sich um ein junges Trio aus Finnland. Bereits vor gut drei Jahren erschien ihr Debüt „Sanguine Vigil“ Schon da zeichnete sich ab, das aus dem Land der tausend Seen, ein wuchtiges Death`n Grind Kaliber die internationale Bühne betreten hat. Da fühlt man sich direkt an die blutigen und schmutzigen Death Metal-Ensembles aus den frühen 90’ern (MYTHIC, PUNGENT STENCH oder GENERAL SURGERY) erinnert. Zumal diese herrliche Bridge zum Grindcore der Anfangstage mit Einschlägen von CARCASS, NUCLEAR DEATH oder AGATHOCLES zusätzlich geschlagen wird. 

Nun sorgt GALVANIZER für eine zweite Runde tosendes Massaker der alten Schule. Die bildliche Aufmachung von „Prying Sight of Imperception“ ist eine authentische Fortführung ihres eigenen Credos. Nach dem Motto ‚Das Auge isst mit‘ geht es mit dem ersten gelungenen Eindruck ans Eingemachte. Auch wenn der Sound gegenüber dem Debüt etwas an Rohheit verloren hat, werden die Klänge vergangener Zeiten herauf beschworen. Nach dem kurzen Intro ledern die Finnen mit „Servants of the Scourge“ zackig los. Schon zu diesem Zeitpunkt spürt man das diese Platte voller bösartiger Ernergie steckt. Eine erste interessante Abwechslung beschert uns „The Inexorable“. Eine Dosis sphärische Atmosphäre kommt zur Geltung und eröffnet einen neuen musikalischen Aspekt. Das anschließend kurz gehaltene „Blaze From Within“ ist eine knackige Nummer, die mit eingängigen Riffs im aufs Tempo drückt. „Chthonic Profanation“ zündet eine fesselnde Kaskade aus melodischen Gitarren und gehämmerten Drums, die durch die heiseren Vocals von Frontmann Vili Mäkinen hervorbrechen.

Nach der Halbzeit von „Prying Sight of Imperception“ geht es munter weiter. Auch „Ground Above“ gehört zu den zügigen Death Tracks des Albums. Scheiße, diese Typen wissen einfach, wie man es richtig anpackt. Was allerdings bei „Dia De Muertos“ vom Stapel gelassen wird, hat einfach keine Geschwindigkeitbeschränkung. Die vernichtenden Aura der Finnen besteht aus einem Dauerfeuer fiesen Vocals und simple effektiven Geballer. Bei dem drittletzten Track „The Ever-Crescent“ bleibt neben der Raserei das anmutige Gitarrensoli. GALVANIZER setzt also nicht nur auf Brachialität. „Grotesque Devotion“ lässt noch mal die Death Metal Ader platzen und den roten Lebenssaft im Raum verteilen. Eine schöne Nummer zwischen Mid- und Uptempo. „Of Flesh Unknown“ ist gleichzeitig mit etwas mehr als fünf Minuten der längste Track. Und hier lässt sich das Trio erneut auf die atmosphärische Seite ziehen. Fette Riffs eröffnen dieses Finale und gleiten dann in die gemäßigte Schiene ab. Geht man da offen mit um, ist es guter Abschluss.

Fazit
GALVANIZER gelingt ein riffgetriebenes Werk des Extreme, welches barbarisch zur Detonation gebracht wird.
12
von 15
Edelstahl
.