Rocking Corpses – Death Blues

Albumtitel

Death Blues

Label/Vertrieb

Inverse Records

Veröffentlichung

02.07.2021

Laufzeit

45:07 Minuten

Genre

Horror Rock Metal

Seit dem der sogenannte ‚Elvis Metal‘ vor zwanzig Jahren immer mehr salonfähig geworden ist, treten im Laufe der letzten Jahre immer wieder Bands an den verschiedenen Orten der Erde ins Rampenlicht, die auf dieser rockigen Schiene ihr Glück versuchen. Nicht ganz unbeteiligt an diesem anhaltenden Trend sind die Einflüsse aus der Psychobilly Ecke mit Bands wie THE METEORS, THE CRAMPS oder den NEKROMANTIX. Der Faible in diesem Genre für Symbolik des Okkulten & Horror in Form von Totenschädel, Knochen, Särge und Kreuze sehr ist sehr ausgeprägt. Außerdem beeinflusst die Symbolik des 50’er Rock’n’Roll mit z.B. Würfeln, Pin-Ups, Flammen, Billardkugel (8-Ball) oder den Hot-Rods die Szene. Auch in Finnland treiben die ROCKING CORPSES seit vierzehn Jahren ihr Unwesen. Wie unschwer zu erkennen ist, wird unter dem Bandpseudonym dem morschen Gebein das Tanzen beigebracht. Nachdem bereits 2013 das Debüt „Rock ‚N‘ Rott“ aus dem modrigen Erdreich befreit wurde und die Armee der Wiedergänger unzählige Runden auf dem Totenacker abgerockt haben, ist es an der Zeit für neues Beingebrechen zu sorgen.

Mit dem zweite musikalische Szenario „Death Blues“ melden sich die fünf Finnen zur Friedhofsparty zurück. Was der Longplayer zwölf Runden  in petto hat, hat es auf seine eigene Art in sich. Thematisch bietet es eine Mischung, welche aus Rock, Death Metal, Zombies, anderen Horror-Themen und etwas wirklich schwarzem Humor besteht. Hier paaren sich Elemente aus dem Blues-Country-Rock und dem entgegengesetzten Death Metal, ohne sich gegenseitig auf den Sack zu gehen. Also eine aromatische Nummer, welche einen eine dreiviertel Stunde in Beschlag nimmt. Zwischen den ganzen eingängigen Tracks sticht besonders der Song „Buried“ ins Gehör. Mit einprägsamen Riffs und einem großen Wiedererkennungswert des Refrains gehört die Nummer zum Gute Laune Hit auf einer Rockfete. Auch die Akustik-Gitarren-Ausgabe „Drinking With The Dead“ hat seinen eigenen Charme und lässt die gruselige Tanzarie ein wenig durchschnaufen. Schlussendlich kann man sich getrost in das tanzende Untotenheer einreihen und es würde niemanden auffallen.

Fazit
ROCKING CORPSES rockt mit "Death Blues" ab, das selbst Gevatter Tod sich mit einreiht.
12
von 15
Edelstahl
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