Friisk – …un torügg bleev blot Sand

Albumtitel

…un torügg bleev blot Sand

Label/Vertrieb

Vendetta Records

Veröffentlichung

02.07.2021

Laufzeit

47:39 Minuten

Genre

Atmospheric Black Metal

Black Metal mit plattdeutschen Texten !? Was im ersten Moment etwas abstrus klingt, ist in der Kombination gar nicht so neu. Okay, das allgemeine Bild eines Ostfriesen ist hier zu Lande durch Otto Waalkes sehr geprägt worden. Doch so lustig, wie es der bekannten Komiker immer darstellt, geht es hinter dem Deich im wahren Leben ganz und gar nicht zu. Da sitzt auch kein pfeiferauchender bärtiger alter Mann gemütlich vor seiner Fischerhütte bei einer Tasse Tee mit Schuss, und lauscht den Klängen des Meeres. Die aus Leer stammenden Black Metall Band FRIISK existiert seit drei Jahren und ist zum Großteil aus FRIESENBLUT entstanden. rund elf Jahre haben die Jungs in der Vorgängerband ihre Erfahrung im Schwarzmetal gesammelt und neben nem Demo, ner Singel und der EP „Seeteufel“ (2015) gab es auch ein Studioalbum „Urgeist“ (2011). Auch bei FRIISK wird klassisch harscher Black Metal gezockt, welcher sich mit melodischen Sound am deutscher Old School BM orientiert. Dabei reichen sich Aggressionen und Melancholie die Klinke in die Hand.

Die insgesamt (unheiligen) sieben Tracks auf dem Debüt „…un torügg bleev blot Sand“ befassen sich mit negativen Erfahrungen einzelner Menschen Wesen, welche in verschiedene Geschichten, die die Realitäten von Angst, Verwüstung, Depression, Krankheit und Tod verpackt wurden. Ist jemand der Dialekt Saterfriesisch bekannt ? Wenn nicht, dann setzt euch mit den Texten von FRIISK auseinander. Neben Deutsch und Niederdeutsch kommt auch dieser Dialekt zum Zuge, welchem man üblicherweise noch im Landkreis Cloppenburg begegnen kann. Gesangliche Verstärkung bekamen die Ostfriesen aus dem ENDSTILLE Lager. Frontmann ‚Zingultus‘ trat als Gastsänger beim Titeltrack „Torügg bleev blot Sand“ mit auf. Auf diesem Debüt gibt es nicht nur schwarzen Black Metal Zunder. Das Akkustikstück „Versunken“ schlägt sanfte Wogen an, die knappe drei Minuten einen Ort der melancholischen Ruhe kreiert. „Mauern aus Nebel“ ist ein gelungenes Nummer, die sich als tiefgründig, teils schön schleppend erweist. Durch die ordentliche Portion dichte Atmosphäre die dort vorherrscht, gehört das Stück zu den Highlights. 

Fazit
Plattdeutschen Black Metal gibt es von FRIISK
11
von 15
Gut
.