Kambrium – Synthetic Era

Albumtitel

Synthetic Era

Label/Vertrieb

Reaper Entertainment / Universal

Veröffentlichung

09.07.2021

Laufzeit

69:19 Minuten

Genre

Melodic Metal / Modern Metal

Die Deutschen Kambrium sind keine Newcomer mehr, die seit 2005 aktiven Musiker haben neben zwei Demos, einer EP schon fünf Alben auf vier Labels veröffentlicht und auch mit der Zeit ordentlich ihren Stil umgekrempelt. Zum Melodic Death Metal Sound kommen mit den Jahren immer mehr Bombast und Melodic Metal Elemente hinzu, wobei passend zum Artwork und Titel „Synthetic Era“ auch der klinische Faktor durch futuristische Keys und Soundeffekt, sowie ein paar technoide Einsprengsel bewusst erhöht wurde. Fette, mehrstimmige Chöre mit teils weiblichen Solostimmen und eine ordentliche Klarstimme kommen noch hinzu. Das ist bei einer unglaublichen Laufzeit von fast 70 Minuten verdammt abwechslungsreich und gelungen, wobei mir manche Passagen schon etwas zu sehr EBM Disco-like sind. Das Instrumental in der Mitte der Scheibe, „To The Core“ hat schon was von Eurotechno und 80s Disco samt Retro Sci-Fi Streifen, das hätte ich nicht gebraucht! Ansonsten ist die Melange der verschiedenen Stile meiner Meinung nach echt gelungen. Auch das fast 11 Minuten lange Titelstück ist ein richtiger Epos mit massig guten Riffs geworden. Das hat schon was. Mit „After All“ einer Akustikballade (!) mitsamt Frauengesang endet das Werk dann etwas überraschend.

Noch was zum Labelinfo, hier wurde was von Epic Death Metal geschrieben. Da stelle ich mir echt was anderes drunter vor! Anscheinend gibte es noch eine Konzeptstory (?), wobei sich die wenigen vagen Infos nach einem x-beliebigen Sci-Fi Film Noir anhören. Im besten Falle sind Kambrium mit diesem Werk etwas für Fans von Kultfilmen der Sorte „Dark City“, „Blade Runner“ und Konsorten!

Fazit
Für Fans des modernen, melodramatischen Keyboardbombastes mit fetten, mehrstimmigen Chören und dezenten Growls eine Reise wert!
11
von 15
Gut
"Ein Gitarrenriff sollte nie länger sein, als es dauert, eine Bierflasche zu köpfen.“ Lemmy Kilmister (Motörhead)