PLASMODIUM – Towers of Silence

Albumtitel

Towers of Silence

Label/Vertrieb

Transcending Obscurity Records

Veröffentlichung

30.04.2021

Laufzeit

47:55 Minuten

Genre

psychedelischer Black Death Metal

Wie heißt es so schön ? Gegensätze ziehen sich an ? Angekündigt werden die Australier PLASMODIUM für experimentellen grenzenlosen Black Death Metal und dann wird man auf dem zweiten Album in einen Turm der Ruhe gesperrt. Logisch gesehen passt das nicht zusammen. Allerdings ist es beruhigend zu wissen, das es auf der anderen Seite der Erdkugel genug Bands gibt, die eine sehr schräge aber faszinierende Wahrnehmung von extremer Musik haben. Es ist stehts interessant, wie eine Definition der aneinander Reihung von Klängen unterschiedlich ausfallen kann. Zum Vorschein kommt ein abstraktes musikalische Gepansche, was dem Underground Black Metal am nähsten kommt. Zusätzlich wurde dieses Gebräu mit psychedelischen und experimentellen Zutaten verfeinert. Was da als Endprodukt in diesem schwarzen Braukessel vor sich hin köchelt, dürfte keinem Feinschmecker munden, sondern direkt im Hals stecken bleiben.

Die zu vernehmenden Vocals sind getrieben von menschlicher Antipathie. Ein sabbernder Meuchelmörder, der mit seinen tödlichen Werkzeug in finsteren engen Gassen nur da drauf wartet, dem nächsten Opfer das Fell über die Ohren zu ziehen. Zwischen den schrägen Hochgeschwindigkeitspassagen, provoziert eine erdrückende Kakophonie die Lauscher. Ein Intercity Express, welcher in voller Fahrt einen streift, dürfte die Wirkung am besten beschreiben. Sich nun detailliert mit den insgesamt fünf Tracks des neusten Album auseinander zu setzen, ist fast unmöglich, da auch nach einigen fordernden Hördurchläufen „Tower of Silence“ wie eine wabernde Masse fungiert. Nur an ganz wenigen Stellen kommt das Gefühl auf, das die Australier ihre Krallen gen Universum ausstrecken, wie es bei dem dreizehn Minütigen „Vertexginous“ der Fall ist. PLASMODIUM bewegen sich mit tödlicher Sicherheit auf den selben extremen Feldern, wie es Bands wie PORTAL, REVENGE, ALTERAGE oder DIOCLETIAN tun.

Fazit
PLASMODIUM fluten die Gehörgänge mit musikalischen Extremitäten...
9
von 15
Solide
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