CRYPTS OF DESPAIR – All Light Swallowed

Albumtitel

All Light Swallowed

Label/Vertrieb

Transcending Obscurity Records

Veröffentlichung

23.04.2021

Laufzeit

38:01 Minuten

Genre

Death Metal

Metal aus Litauen gehört heutzutage immer noch in die Kategorie der exotischen Länder, wenn es um den Bekanntheitsgrad der dortigen Szene geht. Wer in den Breitengraden auf der Suche nach straighten Death Metal ist, kommt an den Jungs von CRYPTS OF DESPAIR nicht vorbei. Seit 2009 treiben sie ihr Unwesen und hatten bereits 2017 mit „The Stench Of The Earth“ einen zerstörerischen Einstieg. Vier Jahre haben sich die Mannen von CRYPTS OF DESPAIR Zeit gelassen, bevor sie sich zum zweiten Mal mit ihren präzis tödlichen Botschaften zurückmelden, welches mit „All Light Swallowed“ als Albumtitel versehen wurde.

Mit geschwärzten Einschlägen geht es direkt mit „Being – Erased“ auf der Überholspur los. Dabei hauen die wuchtigen Vocals ordentlich Gewicht in die Waagschale und beinhalten eine deftige Portion Hass. Natürlich darf die Doublebase nicht fehlen und macht die ganze Sache rund. Ohne große Pause wird bei „Anguished Exhale“ wie von Sinnen weitergeprügelt und hinterlässt dabei einen extremen Hörgenuss. Der zweite Teil zeigt sich von seiner melodischen Seite, ohne die vorherrschende Dunkelheit aus den Augen zu verlieren. ‚Henri Mäll‘ brilliert dabei mit seinem vorgetragenen Drumgewitter. Mit einem akustischen Gitarrenbeginn steigert sich „Choked by the Void“ zu einem zügigen Midtempomonster. Das lässt sich gut an, bis die Vocals einsteigt und diese sich an seiner vorgetragenen Feindseligkeit ergötzt. Das Riffing schwenkt zwischen der eiskalten Welt des Black Metal, sowie des ausgewogenen Heavy Metal Spirits und hat in den ruhigeren Parts das Zepter in der Hand. „Condemned to Life“ bekommt durch das abwechselnde Screaming und Growling einen sehr modernen Touch verpasst. Die Band rauscht förmlich durch den Track, als gebe es kein Tempolimit.

„Synergy of Suffering“ gehört auf „All Light Swallowed“ mit Sicherheit zu den atmosphärischen Tracks. Einerseits trägt sich die geschwärzte Intensivität gepaart mit ordentlich melodischem Tiefgang. Kommt das Beste nicht stehts zum Schluss ? CRYPTS OF DESPAIR erlauben sich den Luxus, an der Weisheit zu werkeln und diese vorzuziehen. „The Great End“ lässt sich zunächst harmonisch an, bis die beiden Vocals einsetzen. So langsam erhärtet sich der Verdacht, das die Litauer von abgrundtiefe Antipathie zerfressen sind. Bei „Disgust“ wird sich erneut auf melodische Riffs besonnen. Das sorgt zwischen der ganzen Vernichtungsmaschinerie für abwechslungsreiche Unterhaltung. Herrlich drückt die Doublebase bei „Excruciating Weight“ aufs Trommelfell und  groovt sich überwiegend im Midtempo ein. Dabei toben die beiden Frontmänner sich zum letzten Mal auf dem Album aus, denn mit dem finalen Track Nummer Neun „Bleak View“ haben ausschließlich die Instrumente das Sagen. Dieser instrumentelle Schlußakkord, welcher mit gruseligen Geräuschen aus düsteren Kellergewölben versehen ist, haucht einem mit seiner kalten Aura ordentlich Unbehagen ein.

Fazit
CRYPTS OF DESPAIR haben mit "All Light Swallowed" einen brennender Hasskerker entworfen.
12
von 15
Edelstahl
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