OLÓRIN – Through Shadow And Flame

Albumtitel

Through Shadow And Flame

Label/Vertrieb

Rafchild Records

Veröffentlichung

29.06.2021

Laufzeit

45:29 Minuten

Genre

Doom Metal

Nach zwei EPs in den vergangenen sieben Jahren wagen sich die Amerikaner an ihre erste abendfüllende Scheibe. Dass nach der Band selbst betitelte Demo legte vor 10 Jahren den Grundstein für die Doomer, die aus dem Bundesstaat Illinois stammen und als Fünf-Mann-Kombo unterwegs sind. Da ich selbst nicht der ausgewiesene „Herr der Ringe“ Fanatiker bin, kann ich nicht beurteilen, ob Konzeptscheiben darüber schon ausgelutscht sind oder immer noch nachgefragt. Letztendlich entscheidet darüber aber der geneigte Käufer und der weiß nun, was thematisch auf ihn zukommt. Musikalisch erstreckt sich die Spielwiese von OLÓRIN vom traditionellen, puristischen Doom, bin hin zu epischen Elementen, die durch Keyboardteppiche hervorgehoben werden. Die beteiligten Musiker sind zum Großteil keine Unbekannten und stehen u.a. bei Smoulder oder White Stallion in Lohn und Brot.

„Through Shadow And Flame“ hat insgesamt sieben Songs, verteilt auf 45 Minuten, von daher sind Liebhaber der Kategorie kurz und knackig eher nicht die Zielgruppe. Wie es sich für die Thematik gehört, wird die Gefühlswelt des Hörers angesprochen und die Scheibe zieht einen stellenweise schon in ihren Bann. Bei mir zündet besonders das gewaltige, epische „Ringwe“, bei dem mir die Band besser gefällt, wie wenn sie sich eher puristisch gibt, was ich stellenweise als zu spröde empfinde. Kein Qualitätsmerkmal ist auch der etwas uninspirierte Gesang von Clay Sibley. Da fehlt mir der Funke, der das Feuer entfacht, das den Ring schmiedet, um beim Thema zu bleiben. Alles in allem sollten die Doom-Fans die Scheibe mal anchecken, bevor sie den Geldbeutel öffen.

Fazit
Konzeptscheibe über Gandalf und Konsorten, die ordentlichen, meist puristischen Doom bietet, dem aber die großen Höhepunkte fehlen.
9
von 15
Solide
Heavy Metal is Immortal!