Lord Mortvm – Diabolical Omen of Hell

Albumtitel

Diabolical Omen of Hell

Label/Vertrieb

Helter Skelter Productions / Regain Records

Veröffentlichung

25.06.2021

Laufzeit

40:33 Minuten

Genre

Doom Black Metal

Das norwegische Soloprojekt LORD MORTVM hält es wie viele Genrekollegen. Möglichst wenig Informationen über einen selbst an die Öffentlichkeit dringen lassen und möglichst im Verborgenen agieren. Der Sound auf dem ersten musikalischen Auswurf „Diabolical Omen of Hell“ wurde aus der düstersten Ecke des Stoner und Doom Metal hervorgeholt und mit finster kratzenden Vocals versehen. Während der vierzig Minuten Spielzeit gibt es öfters Passagen, die durch externe Einflüsse aus dem okkulten und psychedelischen Rock und Metal angenehm entzerrt wird. Was zusätzlich behaglich auffällt, ist der stellenweise groove Touch den LORD MORTVM seinen Debüt verpasst hat. Dieser schwarze Trip wird durch Samples eingerahmt, die aus dem gruselig religiösen Filmsektor stammen und somit des weiteren für Abwechslung steht.

„Altar Obscene“ eröffnet mit ordentlich schleppenden Doom. Ein durchtränkter Track, der wie ein krauchendes Elend da her kommt und nur drauf wartet, von den schweren Gitarren erdrückt zu werden. Bei „Devils Doll“ dürfte das Riffing der früheren BLACK SABBATH maßgebenden Einfluss gehabt haben, nur die Vocals weisen drauf hin, das es sich nicht um die englischen Pioniere handelt. Gegenüber dem Auftakt hat dieser Track wesentlich mehr Zug drauf. Nach dem das Filmsampel Intro bei „Omega XIII“ verklungen ist, liegt wüste Kargheit eine unheiligen Zeremonie in der Luft. Dabei wird der Charakter einer Zeitlupen-Apokalypse inklusive des endgültigen Untergangs prophezeit.

Nach dieser traurigen Endzeitstimmung geht es gnadenlos so weiter. Wer bis hier hin noch nicht das Zeitliche gesegnet hat, dem dürfte von der Stimmung her „Children of Haze“ den Rest geben. Die tiefen Riffs und die klagenden Vocals schlagen bei diesem psychedelischen Doom voll zu Buche, wo sich die Melancholie zu Hause fühlt. Mit „Sodomizing with Satan“ zeigt sich LORD MORTVM von seiner ausschweifenden unmoralischen Seite. Nach der deutschsprachigen Filmsequenz einer Dämonenaustreibung beinhaltet der vorletzte Track ein überwiegenden Instrumentalmix aus verzerrten Gitarren und einem monotonen Schlagzeug. Eine rußig geschwärzte letzte Runde steht an. Auch „Merciful Lord“ verlangt gute zehn Minuten Durchhaltevermögen ab und stößt dabei die Pforte der subtilen okkulten Düsternis weit auf.  

Fazit
Das Debüt "Diabolical Omen of Hell" von LORD MORTVM ist ein langatmige Rille des geschwärzten Doom Metal.
9
von 15
Solide
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