MOANAA aus Polen spielen nicht, wie man annehmen könnte, Death oder Black Metal. Auch wenn es hier und da Tempoverschärfungen gibt, die in diesen beiden Spielarten gang und gäbe sind. Die Bezeichnung Post Metal trifft es da schon ganz gut, eine Kombination aus Aggressionen und Melodien bestimmen die Songs. Doch handelt es sich hier nicht um eine EP, „Embers“ kommt auf eine Laufzeit von 40 Minuten. Vielmehr lassen sich MOANAA Zeit in ihren Songs. Und so ist jeder Track nahezu eine Achterbahnfahrt durch verschiedene Schattierungen der Dunkelheit. Denn Frohsinn ist bei dem Quintett nicht angesagt. „Embers“ handelt von Depressionen und persönlichen Schicksalsschlägen. Nun muss man nicht nach dem „Genuss“ des Albums zum Kopfdoktor, so schlimm ist es auch nicht. Um sich einen ersten Überblick über die gesamte Bandbreite der Band zu gönnen empfehle ich den Song „Lie“, der in seinen 9 Minuten wirklich genau das wiedergibt, was MOANAA so drauf haben.
Zwar gibt es die ein oder andere Idee oder Wendung innerhalb eines Songs, die mir nach dem ersten beiden Hördurchgängen überflüssig erscheint, ich möchte aber nicht ausschließen, dass sich das über die Zeit noch ändert. Und „Embers“ wird fortan öfters in meiner Playlist landen.
Musikalisch ist das schwer zu beschreiben. Basis ist überwiegend oft eine leicht schroffere Version von CROWBAR, wird aber sowohl von kurzen aber hohen Geschwindigkeitsausbrüchen, und wunderschönen melodischen Parts immer wieder unterbrochen. Und an der Produktion gibt es auch nichts aussetzen! MOANAA überzeugen mich mit einem starken und abwechselnden Album, und es würde mich absolut nicht wundern, wenn die Band bald etwas mehr ins Rampenlicht tritt. Ich werde meinen Teil dafür tun.
MOANAA – EMBERS
Fazit
Absoluter Tipp für alle Freunde des Post Metal ohne Scheuklappen! Ein sehr starke und abwechslungsreiche Platte