Chelsea – Meanwhile Gardens

Albumtitel

Meanwhile Gardens

Label/Vertrieb

Westworld

Veröffentlichung

28.05.2021

Laufzeit

44:00 Minuten

Dass CHELSEA mit „Meanwhile Gardens“ den 45. Bandgeburtstag zelebrieren, spricht nicht nur für ein stolzes Alter von Kaspelle und Protagonisten, vielmehr spricht es dafür, dass die Herren schon zur Geburtsstunde des Punk durch den Kreißsaal hüpften und derweil fröhlich-melodisch vor sich hinlärmten.

Und so tun sie es noch heute. Wieso sollte man beim zwölften Album auch irgendwas ändern, wenn die Mixtur derart lange gemundet hat? Insbesondere, wenn es einem dann auch noch gelingt, trotz oftmals ernsthafter Themen und sozialkritischer Lyrics so ganz en passant nicht nur kämpferisch, sondern auch irgendwie ziemlich entspannt zu klingen. Ihr habt also Bock auf sommerlich frischen Punk von zugegebenermaßen alten Herren, der sich nicht nur auf Tralala und meine Olle ist mir weggelaufen beschränkt? CHELSEA liefern. „The Great Divide“ liefert den besten Beleg für das Gelingen dieses eigentlich nahezu unmöglichen Unterfangens. Falls euch der Sinn nach Fluffigerem steht, kann ich euch den Titeltrack von „Meanwhile Gardens“ empfehlen. „Destination To Nowhere“ wiederum zeigt, dass man auch nach 45 Jahren noch kraftvoll zubeißen kann, wohingegen „Ladbroke Grove“ mit Mundharmonika (!) den nächsten Roadtrip ganz passend untermalen könnte. Lediglich „Little Venice“ zum Abschluss hat ein wenig zu viel Zuckerguss abbekommen, aber das kann man verschmerzen.

Fazit
Entspanntes, aber nicht kraftloses Alterswerk der Punk-Pioniere. CHELSEA sind noch immer da und bleiben es hoffentlich auch noch lange.
10
von 15
Interessant
People try to contain things by putting them into categories. I don't.