WITCHBOUND – End Of Paradise

Albumtitel

End Of Paradise

Label/Vertrieb

El Puerto Records/Soulfood

Veröffentlichung

30.04.2021

Laufzeit

63:30 Minuten

Genre

Melodic Metal

Szenekenner wissen, dass WITCHBOUND die Fortführung von Stormwitch unter anderem Namen sind. Deren Bandmitglied Harald Spengler starb  2013 viel zu früh und seine ehemaligen Mitstreiter beschlossen seine Songideen zu vervollständigen und unter dem Namen WITCHBOUND den Fans zugänglich zu machen. Dies geschah zur Walpurgisnacht 2015 mit dem Album „Tarot’s Legacy“ und sechs Jahre später gibt es am gleichen Datum den Nachfolger „End Of Paradise“. In der Besetzung Stefan Kauffmann und Julian Steiner an den Gitarren, Natalie Pereira Dos Santos und Tobias Schwenk am Mikro sowie Frank Bittermann (b) und Peter Langer (d) wurden 15 Songs eingespielt, die es auf eine Spieldauer von über einer Stunde schaffen.

Vom gängigen Konzept rücken WITCHBOUND nicht ab und spielen melodischen, mit vielen dramatischen Elementen versehenen Heavy Metal. Ins Auge sticht zunächst das amtliche Cover, das den Fans eine Freude sein wird und auf LP einen zusätzlichen Kaufgrund darstellen sollte. Den Spannungsbogen über eine Stunde hochzuhalten gelingt der Band am Ende nicht ganz, doch über die Hälfte der Songs sind starke Nummern, mit allen Trades, die Stormwitch ausgezeichnet haben. Zu Beginn habe ich mit der neuen Sängerin gefremdelt, doch nach mehrmaligem Hören von „End Of Paradise“ wird schnell klar, dass Natalie einen Gewinn für WITCHBOUND darstellt und die Band somit wesentlich vielseitiger aufspielen kann und dies auch tut. „Torquemada“ mag ein Beispiel dafür sein, da übernimmt die Sängerin den Part des bösen Dämon und setzt so den perfekten Gegenpart zu Tobias Schwenk. Doch sind es am Ende nicht diese Growls die überzeugen, sondern Natalies  gute Leadstimme. Weiter ist der hymnische Titelsong hervorzuheben, aber auch das straighte „Flags Of Freedom“ findet meinen Gefallen.

WITCHBOUND legen nach dem guten Erstling trefflich nach und werden sowohl die alten Stormwitch-Fans wie auch Liebhaber von gut gemachtem melodischen Metal hinter sich vereinen können. Zwei, drei Songs weniger hätten die Scheibe kompakter erscheinen lassen, aber das mag Geschmackssache sein.

Fazit
Die Nachfolger von Stormwitch reiten an Walpurgisnacht ein paar heiße Besen.
11
von 15
Gut
Heavy Metal is Immortal!