Kings Winter – Edge Of Existence

Albumtitel

Edge Of Existence

Label/Vertrieb

Eigenproduktion

Veröffentlichung

01.05.2021

Laufzeit

38:45 Minuten

Genre

Melodic Metal

In Zeiten der Pandemie kommt eine Vielzahl guter Scheibe heraus, was mich immer wieder überrascht. Wenn der Bandname auf Deutsch eine coole Version auf Englisch ergibt kann man das mal machen! Das Duo Kings Winter aus Königswinter hat nach der gutklassigen Debüt EP „Forging The Cataclysm“ (2019) nun ein recht dunkles, aber gutklassiges Album mit dem Titel „Edge Of Existence“ nachgelegt. Optisch ist das Werk eher wie die neue Asphyx Scheibe, doch inhaltlich gib es unkitischigen, melancholischen Melodic Metal dargeboten vom Ehepaar Jule und Tobias Dahs, wobei Jule singt und Tobias den Rest (Gitarre, Bass und Keys) erledigt. Jedoch haben sie dieses Mal statt programmierter Drums den echten Schlagzeuger Marco Vanga von den Ruhrpott Metallern Greydon Fields am Start, was den Liedern hörbar gutgetan hat. Den Feinschliff durch das Mastering kam dann von Michael Haas. Der Gesang von Frontfrau Jule hat einen gewissen frühen Warlock / DORO Touch, was sich echt ganz interessant anhört da es musikalisch doch eine ganz andere Baustelle ist! Kings Winter spielen eher melancholischen Melodic Metal. Auch halten sich die Musiker von diversen Klischees und ausgetretenen Pfaden wie Symphonic Metal, Pop oder ähnliche Sachen fern. Die bis auf zwei Stück immer vier Minuten langen Lieder sind allesamt guter Qualität und von eigenständiger Natur, lediglich in Sachen eingängiger Refrains können die NRW-ler teilweise sicherlich noch etwas zulegen.

Aber „Edge Of Existence“ ist trotzdem eine echt gute Scheibe geworden, egal ob Eigenproduktion oder bei einem nicht vorhandenen Label! Für 12 Euro gibt es das Teil als wertig aufgemachte CD auf 300 Stück limitiert. Digital kostet die Scheibe 7 €. Diese Veröffentlichung zeigt eindrucksvoll wie viele gute Bands im deutschen Underground stecken!

Fazit
Gutes Album einer Truppe mit Potential!
11
von 15
Gut
"Ein Gitarrenriff sollte nie länger sein, als es dauert, eine Bierflasche zu köpfen.“ Lemmy Kilmister (Motörhead)